Flugzeugbauer EADS soll Schadenersatz zahlen

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Nach den Problemen beim Airbus A380 soll EADS Schadenersatz zahlen.

München/Frankfurt - Der Luftfahrtkonzern EADS sieht sich mit Schadenersatzforderungen wegen angeblicher Täuschung der Öffentlichkeit über die Probleme beim Super-Airbus A380 konfrontiert.

Die Fondsgesellschaft der deutschen Sparkassen, Deka Investment, und die Anlagegesellschaft der größten irischen Lebensversicherung, Irish Investment Managers, wollen nach Informationen der “Financial Times Deutschland“ (Montag) von EADS Schadenersatz für den Kursabsturz der Luftfahrtaktie im Juni 2006 einklagen. Dazu hat die Unternehmenskammer des Handelsgerichts in Amsterdam an diesem Donnerstag (28.1.) eine erste Anhörung der Parteien angesetzt.

Im Kern geht es die Frage, ob der Konzern kursrelevante Informationen rechtzeitig bekanntgemacht hat. An der Anhörung wird EADS nach Angaben eines Unternehmenssprechers teilnehmen. Die Vorwürfe wegen angeblicher Verstöße gegen Informationspflichten seien aber völlig unbegründet, betonte er am Montag in München. Es habe keine internen Fehler beim Management des Großprojekts A380 und keine verspätete Kommunikation über technische Probleme gegeben.

In der Insideraffäre um Verzögerungen beim A380 standen zunächst mehr als 1100 höhere und mittlere Manager von EADS und Airbus sowie die Unternehmen Daimler, Lagardère und EADS am Pranger. Mitte Dezember bescheinigte die Pariser Börsenaufsicht AMF allen Beteiligten, sie hätten fast bis zur Jahresmitte 2006 die riesigen Produktionsprobleme und die daran hängenden Milliardenschäden nicht erkannt. Auch Deka Investment hatte zum fraglichen Zeitpunkt EADS- Papiere in ihren Fonds. Ein Deka-Sprecher in Frankfurt wollte dazu nicht Stellung nehmen: “Zu laufenden Verfahren äußern wir uns nicht.“

Unterdessen wurde am Landgericht Frankfurt am Montag über mehr als 30 Einzelklagen von EADS-Aktionären verhandelt, die ebenfalls auf Schadenersatz pochen.

dpa

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