Förderbänder für jeden Einsatz

Wer viel auf Reisen ist, mit schwerem Gepäck an der Hand, nimmt gerne in Flughäfen, die Möglichkeit wahr, sich von Gate zu Gate ganz bequem mit einem Beförderungsband transportieren zu lassen. Und auch auf Messen sind sie allgegenwärtig und bringen Besucher so leichten Fußes von Halle zu Halle.

Erst wenn die Technik nicht funktioniert, wird einem bewusst, wo mobile oder stationäre Förderbänder überall im Einsatz sind: Ob bei der Müllverwertung, an der Leergutannahme oder am Bahnhof, im Steinbruch oder an der Kasse, im Bergbau oder der Automobilindustrie – sie sind kaum noch wegzudenken.

Um Arbeitsprozesse perfekt gestalten zu können, muss die passende Technik zum Einsatz kommen. Denn so individuell wie ihr Einsatz ist auch die Förderbandtechnik. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld genau zu klären, welche Technik zu welchen Arbeitsprozessen passt. Gibt es Standardlösungen, die genutzt werden können oder werden spezielle Anfertigungen benötigt? Förderbänder können individuell zugeschnitten werden und bieten so den gewünschten Erfolg. Effizienz, Qualität und Sicherheit sind dabei wichtige Entscheidungskriterien. Je nach Gewicht der zu befördernden Schütt- oder Stückgüter und dem Einsatzgebiet – beispielsweise im Außenbereich und durch Witterungseinflüsse beansprucht, im Innenraum, in der Waagerechten oder der Schräge – müssen Förderbänder technisch ausgestattet sein.

Stahlbänder, die besonders biegesteif sind, sind für höhere Temperaturen und schleißende Fördergüter besonders geeignet. Dieser Anlagentyp zeichnet sich auch durch große Trommeldurchmesser aus. Drahtbandförderer werden häufig für heiße bis glühende Stückgüter oder als Kühlbänder eingesetzt.

Zur Ausscheidung von magnetischen Bestandteilen aus Schüttgut kommen in der Regel Magnetbandförderer zum Einsatz. Häufig werden diese in Verschrottungsanlagen eingesetzt. Soll die Förderlänge variabel sein, sind Teleskopbandförderer optimal.

Reversierbänder oder Gurtbandförderer können in zwei Richtungen Transportieren, sodass sie beispielsweise beim Beschicken von Silogruppen eingesetzt werden.

Stichwort Arbeitssicherheit

Die größte Gefahr an Gurtbandförderern ist, dass Körperteile zwischen dem Gurt und den Rollen eingezogen und abgerissen werden können. Da die Gurte in der Regel relativ schnell laufen, reicht die Reaktionszeit des Menschen nicht aus, rechtzeitig die Not-Aus-Reißleine zu betätigen. Gurtbandförderer besitzen in der Regel Antriebsenergien, die es nicht erlauben, den Gurt mit der Hand anzuhalten. Daher gelten für sie strenge Sicherheitsregeln, die von den Herstellern umgesetzt werden. Die Sicherheits- und EMV-Anforderungen für Bau und Ausrüstung ortsfester Gurtförderer für Schüttgut finden sich in der EN 620:2002. Diese europäische Norm ist eine Typ C-Norm nach EN 1070:1998. HKK L

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