Studie eines kleinen Lastwagens wird vorgestellt

Fräger präsentiert Micro-Lkw mit Elektro-Antrieb auf der IAA

Grebenstein/Hannover. Die zur Fräger-Gruppe gehörende German E-Cars GmbH in Grebenstein wartet mit einer  Marktneuheit auf. Sie wird heute (22.9.) auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vorgestellt.

Nach dem Serienstart des Elektro-Kleinwagens Stromos auf Basis des Suzuki Splash im Frühjahr, handelt es sich nun um eine Konzeptstudie des Plantos.

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Dabei handelt es sich um einen Micro-Lkw, der wie der Stromos mit dem selbst entwickelten Elektro-Antrieb ausgestattet wird. Das sehr kleine Fahrzeug, das die Grebensteiner Elektromobil-Profis ohne Motor von einem südeuropäischen Hersteller beziehen, hat 102 PS, kommt mit einer Batterieladung bis zu 100 Kilometer weit und kann eine Tonne zuladen.

Hintergrund:

Die Fräger-Gruppe in Immenhausen (Kreis Kassel) beschäftigt am Firmensitz, in Grebenstein sowie in Altenburg (Thüringen) 300 Mitarbeiter. Im Boomjahr 2008 setzte sie mit damals noch 500 Beschäftigten rund 80 Millionen Euro um. Infolge der Krise sank der Umsatz 2009 auf 50 Mio. Euro. Dennoch schrieb Fräger nach eigenen Angaben „schwach positive Zahlen“. Der angestrebte Umsatz soll 2010 Vorjahresniveau erreichen. (jop)

Der kompakte Lastesel eignet sich insbesondere für Handwerker, Kleingewerbetreibende und den den innerstädtischen Lieferverkehr. Die Lithium-Ionen-Akkus können in vier Stunden geladen werden. Auf 100 Kilometer soll das Fahrzeug etwa 30 Kilowattstunden verbrauchen, was drei Litern Sprit entspricht.

Damit kosten 100 Plantos-Kilometer nach derzeitigen Strompreisen etwa 6,50 Euro an Energie. Zeigen, was geht German-E-Cars-Geschäftsführer Andreas Gräwingholt erklärte, man wolle mit der Plantos-Studie zeigen, dass der Fräger-Elektro-Antrieb nicht nur für Pkw, sondern auch für Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht tauge. Nach seinen Angaben hat German E-Cars bislang 25 Stromos-Pkw ausgeliefert.

Bis zum Jahresende, so Gräwingholt sollen weitere 75 Fahrzeuge zu den Kunden gehen. Das Auto kostet mit gut 40 000 Euro das Vierfache eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Der Plantos könnte nach ersten überschlägigen Schätzungen Gräwingholts um die 60 000 Euro kosten. Wie berichtet, hatte Fräger im Spätsommer vergangenen Jahres mit dem Kleinwagen „Benni“ als einer der ersten Hersteller überhaupt ein modernes Elekrofahrzeug präsentiert und damit die Fachwelt und die großen Autobauer überrascht.

Es kam aber über das Prototypen-Stadium nicht hinaus. Seinen Platz nahm im Frühjahr das hierzulande bekanntere Suzuki-Modell Splash ein, das mit dem elektrischen Fräger-Antrieb ausgestattet Stromos heißt. Der Plantos sowie eine Transporter-Version des Stromos sind vom 23. bis 30. September von 9 bis 18 Uhr auf der IAA Nutzfahrzeuge in Halle 13, Stand C28 zu sehen.

Von José Pinto

www.german-e-cars.de

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