Frankfurter Flughafen mit Passagierrekord

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Zahlreiche Passagiermaschinen unterschiedlicher Airlines werden zeitgleich auf dem Flughafen von Frankfurt am Main abgefertigt (Archivbild).

Frankfurt - Noch nie sind so viele Menschen auf dem Frankfurter Flughafen gelandet oder gestartet wie im Jahr 2011. Mit der neuen, stark umstrittenen Landebahn kann der Airport über Jahre weiter wachsen.

Der Frankfurter Flughafen hat im Jahr 2011 einen erneuten Passagierrekord erzielt. 56,44 Millionen Passagiere und damit 6,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor nutzten Deutschlands größten Flughafen, wie die Betreibergesellschaft Fraport am Freitag mitteilte. Einen noch geringen Anteil am Zuwachs hatte die im Oktober eröffnete neue Landebahn, die dem Flughafen über Jahre weiteres stabiles Wachstum ermöglicht. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es aber starken Protest gegen den zusätzlichen Fluglärm, der eine Ausweitung auf die noch nicht erreichte Maximal-Kapazität in Frage stellt.

Laut Fraport stieg auch die Zahl der Flugbewegungen um 4,9 Prozent auf gut 487 000 Starts und Landungen. Als Maximalkapazität mit der neuen Bahn hat Fraport mehr als 700 000 Flugbewegungen im Jahr bei dann 90 Millionen Passagieren genannt. Das Wachstum soll schrittweise über mehrere Jahre erfolgen. Am Donnerstag hatte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mit Blick auf die Proteste erklärt, dass die Kapazität nicht zwingend komplett ausgereizt werden könne. Er vermied es aber, konkrete Obergrenzen zu nennen.

Nackte Haut: Stewardessen bekämpfen die Krise

Arbeitslose Flugbegleiterinnen der mexikanischen Airline "Mexicana" ziehen blank. © ap
Arbeitslose Flugbegleiterinnen der mexikanischen Airline "Mexicana" ziehen blank. © ap
Arbeitslose Flugbegleiterinnen der mexikanischen Airline "Mexicana" ziehen blank. © ap
Arbeitslose Flugbegleiterinnen der mexikanischen Airline "Mexicana" ziehen blank. © ap
Arbeitslose Flugbegleiterinnen der mexikanischen Airline "Mexicana" ziehen blank. © ap
Arbeitslose Flugbegleiterinnen der mexikanischen Airline "Mexicana" ziehen blank. © ap

Mit dem Zuwachs in Frankfurt hat Fraport das obere Ende der eigenen Prognose erreicht. Für das gerade begonnene Jahr ist Fraportchef Stefan Schulte wegen der unsicheren Weltkonjunktur nicht so optimistisch und hat sich auf einer Analystenpräsentation auf das untere Ende der Spanne zwischen 4 und 7 Prozent festgelegt.

Als einzige Kennziffer verringerte sich 2011 der Frachtumschlag um 2,8 Prozent auf 2,17 Millionen Tonnen. Dazu haben die schwache Konjunktur und wohl auch das seit Oktober geltende Nachtflugverbot beigetragen, das vor allem die nächtlichen Frachtflüge getroffen hat.

Die zehn gefährlichsten Flughäfen der Welt

Washington-Touristen kennen den nervigen Fluglärm über der US-Hauptstadt: Der Reagan National Airport befindet sich mitten in der Stadt zwischen zwei Flugverbotszonen. Piloten müssen beim Landen Gebäude wie das Pentagon und das CIA-Hauptquartier meiden und während des Starts schnell an Höhe gewinnen, um nicht ins Weiße Haus zu fliegen. © AP
Flughafen gefährlich
Der Anflug auf den Flughafen Santa Catarina ist eine Belastungsprobe für Flugpersonal und Passagiere. Piloten müssen für den Anflug speziell ausgebildet werden: Die Landebahn ist nicht nur extrem kurz, sondern verläuft auch noch direkt an einem Steilküstenabhang. Die Piloten müssen lange auf die Berge zufliegen und erst im letzten Augenblick das Steuer rechts herumreißen, um auf dem Rollfeld zu landen. © dpa
Die Rollbahn des Toncontin-Flughafens in Tegucigalpa (Honduras) ist mit 1863 Metern die weltweit kürzeste eines internationalen Airports. Größere Flugzeuge können hier nicht landen. Vor der Landung muss der Pilot bergiges Gelände überfliegen, primitive Navigationsausrüstung machen den Flughafen zusätzlich gefährlich. Bei schlechter Witterung müssen die Flugzeuge oft nach San Salvador ausweichen. © dpa
Insel Barra
Auf der westschottischen Insel Barra muss ein Sandstrand als Flugfeld herhalten. Die Größe des "Rollfelds" hängt ganz von den Gezeiten ab. Simple Autoscheinwerfer auf dem Parkplatz weisen Piloten nachts den Weg über die flache Bucht. © dpa
La Guardia und Newark
Viel beflogen, aber ziemlich gefährlich: der John F. Kennedy Airport in New York. Die Herausforderung für die Piloten besteht im Vermeiden von Flugzeugen anderer Flughäfen in der Nähe - La Guardia und Newark. Die Crew ist gezwungen, etwa 460 Meter Abstand und eine Sicht von knapp 8000 Metern zu haben, bevor sie die Landebahn anfliegen dürfen. © dpa
Am 9. November 2007 kam ein Flugzeug der Airline Iberia von der Landebahn in Quito, Ecuador, ab (Foto). Piloten fürchten die abschüssige Landebahn der ecuadorianischen Hauptstadt seit langem. Der Flughafen liegt nur wenige Minuten vom Finanzzentrum entfernt und ist umringt von einer Wohnsiedlung. Das Problem wurde jedoch erkannt. Ein neuer Flughafen einige Kilometer entfernt gebaut. © dpa
Am 19. Februar 2013 schließt der berüchtigte Flughafen in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito für immer. © AP
Der Flugplatz von Lukla in Nepal ist nur 527 Meter lang und 20 Meter breit. Die Landebahn neigt sich um 12 Grad, der Höhenunterschied zwischen beiden Endpunkten beträgt 60 Meter. Die Piloten haben nur einen Versuch, Durchstarten ist wegen der Hochgebirgslage unmöglich. Eine lebensgefährliche Angelegenheit: Auch eine Reisegruppe aus München stürzte hier 2008 in den Tod. © dpa
Die Startbahn der 13-Quadratkilometer-Insel Saba auf den Niederländischen Antillen ist gerade mal 400 Meter lang und säumt eine Steilküste. Der Flughafen der Karibikinsel ist außerdem sehr anfällig für Sturmböen. © dpa
Unglaublich: Eigentlich ist der Flughafen von St. Maarten, Karibik, nur für kleine und mittlere Jets geeignet. Piloten größerer Flieger müssen die Landebahn (2180 Meter lang) daher sehr tief über dem traumhaften Sandstrand von Maho Beach und seinen Urlaubern anfliegen und berühren dabei fast den zehn Meter hohen Sicherheitszaun. © dpa
Höchste Präzision erfordert der Landeanflug auf den Flughafen von Gibraltar, Südspanien. Der kleine Airport liegt zwischen der Bucht von Algeciras und dem Mittelmeer. Das Rollfeld ist knapp 1830 Meter lang. Wie auf den anderen kleineren Flughäfen brauchen Piloten hier eine Spezialausbildung. © dpa

Einen besonders starken Zuwachs in Frankfurt verzeichnete der Flughafenbetreiber im Dezember, als die Passagierzahl um 12,2 Prozent auf 4,25 Millionen stieg. Die Steigerung ist aber zum größeren Teil auf die schwachen Zahlen aus dem Vorjahr zurückzuführen, als schwieriges Winterwetter den Flugbetrieb behinderte.

Auch bei seinen internationalen Beteiligungen konnte Fraport Zuwächse erzielen. Konzernweit konnten mit 96,6 Millionen Fluggästen gut neun Prozent mehr Passagiere begrüßt werden als im Jahr zuvor. Spitzenreiter war erneut der Flughafen in der türkischen Touristenmetropole Antalya mit knapp 25 Millionen Gästen und einer Steigerung um 12,7 Prozent. In der peruanischen Hauptstadt Lima stieg die Zahl sogar um 14,7 Prozent auf 11,8 Millionen Gäste.

dpa

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