Gesetz für gleichberechtigte Teilhabe

Frauenquote gilt ab Januar: Viele Firmen ducken sich weg

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Zwei männliche und ein weibliches Vorstandsmitglied stehen auf einer Hauptversammlung zusammen auf dem Podium. Foto: Oliver Berg/Illustration

Berlin - Die Frauenquote für Führungspositionen gilt ab dem 1. Januar. Doch viele Unternehmen haben noch nicht reagiert. Sanktionen müssen die Verweigerer allerdings keine befürchten.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wollen etliche Firmen auch 2016 keine Frauen in den Vorstand berufen.

Zu den Verweigerern gehören demnach unter anderem Porsche, Fresenius, Eon, die Commerzbank und ThyssenKrupp. Der Chemie-Konzern Beiersdorf hat sich vorgenommen, bis 2017 mindestens eine Frau im Vorstand zu haben. Im BASF-Vorstand sitzt bereits eine Frau. Auf den zwei darunterliegenden Führungsebenen liegt der Anteil nach Unternehmensangaben bei 9,4 Prozent und 11,8 Prozent. Auf eine Steigerung des Frauenanteils in 2016 will sich BASF aber nicht festlegen.

Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe in Führungspositionen verpflichtet 101 börsennotierte, voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen ab 2016 bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat sicherzustellen, dass mindestens 30 Prozent der Posten von Frauen besetzt werden. Wird dieser Anteil nicht erreicht, bleiben die Stühle unbesetzt. Außerdem müssen diese Firmen sowie rund 3500 weitere Unternehmen Zielvorgaben für den Frauenanteil im Vorstand und in zwei weiteren Führungsetagen veröffentlichen. Für die "Zielvorgabe null" gibt es allerdings keine Sanktionen.

dpa

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