Zahlreiche Standorte in der Region

Fresenius will Konkurrenten Rhön-Klinikum schlucken

Kassel/Göttingen. In der Region sind sie mit zahlreichen Krankenhäusern vertreten, jetzt wollen die beiden Klinik-Konzerne zusammengehen. Der Gesundheitskonzern Fresenius will den Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum zusammenführen. Es entstünde der größte private deutscheKrankenhausbetreiber.

Durch die Fusion entstünde der größte deutsche private Klinikkonzern. Die Rhön-Klinikum AG ist in der Umgebung unter anderem mit Standorten in Marburg und Warburg vertreten. Helios betreibt Kliniken unter anderem in Northeim, Bad Gandersheim, Bad Berleburg und Hünfeld.

Zuletzt aktualisiert um 11.15 Uhr.

Fresenius bietet für jede Rhön-Aktie 22,50 Euro und damit rund 50 Prozent mehr als den aktuellen Kurs. Rhön-Gründer Eugen Münch soll laut einer Börsen-Pflichtmitteilung einverstanden sein. Rhön mit Sitz in Bad Neustadt zählt bislang schon neben Helios und dem Konkurrenten Asklepios zu den drei großen privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland.

Helios-Klinik in Northeim: Einer der Standorte des Konzerns Fresenius, welcher nun den Konkurrenten Rhön-Klinikum AG übernehmen will.     

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier sieht die Fusion der Medizinkonzerne Fresenius und Rhön als Ausweg für Probleme am privatisierten Uniklinikum Gießen-Marburg. Deshalb begrüßte der CDU-Politiker am Donnerstag in Wiesbaden das Übernahmeangebot von Fresenius für die Rhön Klinikum AG, dem auch die Uniklinik gehört. Die Regierung werde unverzüglich mit Fresenius über die Interessen des Landes bei Krankenversorgung, Forschung und Lehre sowie die Zukunft der Beschäftigten zu sprechen. An der Uniklinik Gießen-Marburg hatten Pläne für einen Stellenabbau zuletzt große Unruhe ausgelöst.

Die Rhön-Klinikum AG ist einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland. Aktuell gehören zu unserem Konzern bundesweit 53 Kliniken an 43 Standorten sowie 39 Medizinische Versorgungszentren. Wir beschäftigen mehr als 39.000 Mitarbeiter. In den Einrichtungen des Klinikverbunds wurden im Geschäftsjahr 2011 mehr als 2,2 Millionen Patienten behandelt.

Von Philipp David Pries

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