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Internes Schreiben enthüllt: Galeria Karstadt Kaufhof will mehr Filialen schließen als angekündigt

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Von: Helena Gries

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Erneuter Rückschlag für Galeria Karstadt Kaufhof: Laut einem internen Dokument sollen nun doch mehr Filialen schließen, als zuvor angekündigt worden war.

Kassel – Die bekannte Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof steckt schon einiger Zeit in der Krise. Nach einer ersten Schutzschirm-Insolvenz im Jahr 2020, im Zuge derer 40 Filialen in Deutschland geschlossen werden mussten und rund 4000 Arbeitsplätze gestrichen wurden, gab es kürzlich Hoffnung für das insolvente Unternehmen.

Ein Investor hatte angekündigt, 47 Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof zu übernehmen. Der Onlinehändler buero.de hat bereits ein neues mögliches Logo für die Galeria-Standorte präsentiert, die er übernehmen will. Für die verbliebenen Filialen gibt es jedoch einen Rückschlag. Es sollen nämlich deutlich mehr Häuser der insolventen Warenhauskette geschlossen werden, als zuvor angekündigt.

Galeria Kaufhof GmbH
Gründung1879, Stralsund
GründerLeonhard Tietz
Auflösung2020

Galeria Karstadt Kaufhof: Bis zu 90 Filialen stehen vor dem Aus

Ein internes Schreiben des Gesamtbetriebsrates von Galeria Karstadt Kaufhof soll offenbart haben, dass bis zu 90 Filialen vor dem Aus stehen. Das geht aus mehreren Medienberichten hervor. Wie unter anderem die Lebensmittelzeitung berichtet, ist in der besagten E-Mail des Gesamtbetriebsrats an die Beschäftigten außerdem von einem weiteren Personalabbau von bis zu 30 Prozent in den Filialen die Rede.

Demnach heißt es, dass die Personalkostenquote pro Haus unter den aktuellen Durchschnittswert gesenkt werden solle. Galeria Karstadt Kaufhof beschäftigt aktuell noch etwa 17.000 Angestellte. Das Unternehmen habe sich bislang jedoch noch nicht zu konkreten Zahlen geäußert. Die Verhandlungen dauerten noch an, heißt es vonseiten des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz. Endgültige Entscheidungen seien demnach noch nicht gefallen.

Insolvenz bei Galeria Karstadt Kaufhof: Stellenkürzungen in mehreren Bereichen

Besonders betroffen von den Stellenkürzungen bei Galeria Karstadt Kaufhof sollen die Bereiche Service Center und Facility-Management sein. Aus dem Schreiben gehe hervor, dass das Management im Service Center sogar die Hälfte des Personals abbauen wolle.

Eine Frau geht mit Regenschirm an einer geschlossenen Kaufhof-Filiale vorbei.
Rückschlag für Galeria Karstadt Kaufhof: Nun sollen doch mehr Filialen schließen, als zuvor angekündigt. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Personalabbau und Ausgliederung seien die „kreativen Lösungen“ des Managements, so der Gesamtbetriebsrat von Galeria Karstadt Kaufhof. Die Frage, wie die Maßnahmen an den Standorten umgesetzt werden sollen, die weitergeführt werden, bleibt jedoch unbeantwortet. (hg)

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