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Gaspreisbremse kommt ab 2023: So hoch ist die Entlastung

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Von: Sophia Lother

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Wann soll die Gaspreisbremse greifen und wie werden Verbraucherinnen und Verbraucher vorher entlastet?

Frankfurt – Historische Inflation und steigende Energiepreise: Um dem entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung ein neues Entlastungspaket beschlossen. Zusätzlich zum 49-Euro-Ticket und der Strompreisbremse ist auch die Gaspreisbremse ein wesentlicher Bestandteil.

Aber wann wird sie ausgezahlt und wie werden Verbraucher entlastet? Alle Informationen auf einen Blick:

Gaspreisbremse: Wann kommen die Entlastungen?

Die im Dezember 2022 fälligen Abschlagszahlungen für Gas und Fernwärme werden vom Bund übernommen. Neben der Übernahme des Dezemberabschlags der Gasrechnung soll es im nächsten Jahr eine Deckelung der Gaspreise für bestimmte Verbrauchsmengen geben – für Industrie- und Privatkunden.

Gas-Abschlagszahlungen: Wie viel Geld gibt es?

Die Übernahme der Abschlagszahlungen stellt eine Art Nothilfe dar, bis die tatsächliche Gaspreisbremse greift. Es stellt sich jedoch die Frage, wie insbesondere Mieter diese Unterstützung erhalten werden. „Bei Mieterinnen und Mietern, deren Verbrauch von Gas oder Fernwärme erst mit zeitlicher Verzögerung über die jährliche Betriebskostenabrechnung des Vermieters abgerechnet wird, erfolgt die Entlastung über eine Gutschrift auf die Betriebskostenabrechnung. Wenn Mieterinnen und Mieter bereits eine Erhöhung der Abschläge in 2022 erhalten haben, werden sie im Dezember um diese Erhöhung einmalig entlastet werden“, heißt es in dem Beschluss der Bundesregierung.

Die Zahlungen basieren auf dem September-Abschlag für Gas- und Fernwärme. Die Abschläge berechnen sich auf Grundlage des Verbrauchs des Vorjahres. Verbraucher können selbst prüfen, wie hoch der Betrag der Einmalzahlung sein wird. Laut dem Vergleichsportal Verivox beträgt die Gasrechnung für ein Einfamilienhaus beispielsweise rund 342 Euro. Würde der Staat solch eine Rate übernehmen, würden die Kosten von 4108 Euro auf 3766 Euro sinken, was einer Einsparung von acht Prozent entspräche.

Wie viel Ersparnis bedeutet die Gaspreisbremse und die Übernahme einer Abschlagszahlung für Verbraucherinnen und Verbraucher?
Wie viel Ersparnis bedeutet die Gaspreisbremse und die Übernahme einer Abschlagszahlung für Verbraucherinnen und Verbraucher? © Action Pictures/Imago; photothek/Imago, Montage: Red

Gaspreisbremse: Wie hoch ist die Ersparnis für Verbraucherinnen und Verbraucher?

Der Beschluss sah vorerst einen monatlichen Abschlag von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs der Bürgerinnen und Bürger spätestens März 2023 vor. Wie aus dem Gesetzentwurf nun hervorgeht, wird die Entlastung jedoch auch für Privatpersonen rückwirkend schon ab Januar 2023 gelten. Die Regierung will damit die Lücke für Januar und Februar schließen. 

Wird der Verbrauch überschritten, gilt der mit dem jeweiligen Versorger vereinbarte Gaspreis, der in diesem Fall deutlich teurer sein kann. Der Vorjahresverbrauch wird anhand der jährlichen Jahresverbrauchsprognose berechnet, auf der die Abschlagszahlung im September 2022 basiert. Bei der Deckelung der Gaspreise wird zwischen Gas und Fernwärme unterschieden.

Auch die Bundesregierung sieht weitere Einsparpotenziale für die Bürger. Denn: „Wenn Bürgerinnen und Bürger weniger Gas beziehungsweise Wärme verbrauchen, können sie ihre Gasrechnung über die Entlastung durch die Gaspreisbremse hinaus weiter reduzieren. Denn die monatliche Entlastung durch die Gaspreisbremse muss nicht zurückgezahlt werden.“

Verivox hat auch für diesen Fall eine Beispielrechnung erstellt. Für einen Haushalt mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowatt pro Stunde ist eine Einsparung von 33 Prozent möglich, wenn man von maximal 80 Prozent des Grundverbrauchs ausgeht. (slo)

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