Zu Gast auf der Expo Real 2012

Erfolgreiches Projekt: der Magna Park in Kassel (Foto: Gazeley Germany GmbH)

Auf der Expo Real treffen sich Projektentwickler, Investoren und Kapitalgeber, um die richtigen, also renditestärksten Regionen für ihre Investments zu identifizieren. In diesem hart umkämpften Markt hat sich Nordhessen als Top-Standort für Immobilien im Bereich der Distributionslogistik inzwischen fest etabliert. Die weltweit führenden Logistikentwickler wie Goodman, Prologis oder Gazeley sind mittlerweile in der Region mit verschiedenen Logistikimmobilien in der Größenordnung zwischen 3 und 5 ha Hallenfläche präsent. Hinzu kommen weitere Akteure in unterschiedlichen Konstellationen, wie zuletzt die Firma Rudolph Logistics als Projektentwickler und Dienstleister für den Originalteilevertrieb der Volkswagen AG. Insgesamt haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als 80 Unternehmen neu angesiedelt, über 7000 Arbeitsplätze sind zusätzlich entstanden.

Nordhessen ist von der Landkarte der Logistik nicht wegzudenken

Heute ist Nordhessen von der Landkarte der Logistikinvestoren nicht mehr wegzudenken. Im Jahr 2010 verzeichnete die Region den größten Bruttogeschossflächenzuwachs im Logistikbereich nach Hamburg und dem Ruhrgebiet und doppelt so viel wie in der Rhein-Main-Region. Branchenführer wie Schenker, Hermes und DHL betreiben in Nordhessen ihre größten Umschlagzentren. Warehouses wie Rewe, Edeka oder das Dänische Bettenlager versorgen von hier aus ihre Filialen. Die Margen in der Logistik sind gering, deshalb ist Effizienz oberstes Gebot: Schon früh haben sich Logistikdienstleister in Netzwerken organisiert, um Leerfahrten zu vermeiden. Deshalb gibt es in Nordhessen eine Vielzahl sogenannter Hubs, wo Stückgüter umverladen werden, um Zeit und Geld zu sparen.

Zentrale Lage ist entscheidender Wettbewerbsfaktor

Damit stellen sich zwei Fragen: Warum ist Nordhessen im Bereich der Logistik so erfolgreich? Und warum ist Logistik für die regionale Wirtschaft so wichtig? Regionen sind immer nur so gut wie ihr entscheidender unveränderbarer Wettbewerbsfaktor. Die Alleinstellung der Region Nordhessen ist ihre zentrale Lage in Deutschland. In Zeiten steigender Transportkosten ist dies von zentraler Bedeutung für Industrie und Logistik.

Nordhessen hat sich auf diese Entwicklung frühzeitig eingestellt und die Rahmenbedingungen hierfür geschaffen. So gibt es sechs Top-Logistikstandorte, die über die entscheidenden Kriterien Autobahnanbindung, sofortige Bebaubarkeit und akzeptable Preise verfügen. Eine vorausschauende Planung hat Konflikte mit anderen Interessen, insbesondere dem Naturschutz, vermeiden können. Insofern ist die Region auf diese Entwicklung vorbereitet.

Die gesamte Region profitiert von den Investitionen

Die aktuellen Investitionen im GVZ, in Baunatal, Bad Hersfeld, Friedewald, Borken, Homberg, Knüllwald-Remsfeld und weitere zeigen, dass die gesamte Region profitiert. Der in der Vergangenheit kritische Ruf der Logistikbranche hat sich deutlich gewandelt. Logistik steht nicht mehr für Flächenverbrauch, Lärm und geringqualifizierte Arbeitsplätze, sondern zunehmend für Effizienz, Hightech, intelligente Softwarelösungen, CO2-Einsparung und Nachhaltigkeit. Insofern verfügt Nordhessen über gute Standortvoraussetzungen, die in der gemeinsamen Vermarktung der letzten zehn Jahre gezielt und erfolgreich genutzt werden konnten.

Vermarktung über nationale und internationale Netzwerke

Inzwischen ist Nordhessen nicht nur auf der Expo Real als Top-Standort bekannt, sondern vermarktet sich auch über nationale und internationale Netzwerkkontakte vor Ort, beispielsweise durch die Formate „Logistik-Tag“ und „Logistik-Nacht“, wo sich jährlich regelmäßig Entwickler, Investoren, insbesondere aber auch Nutzer in Nordhessen treffen. Denn vor Ort kann man anschaulich demonstrieren, wie sich die späteste Cut-Off-Zeit in Deutschland, also der spätestmögliche Bestellzeitpunkt, um über Nacht Kunden pünktlich beliefern zu können, unternehmerisch nutzen lässt. NH L

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