Gazprom senkt Gaspreise für Wingas um zehn Prozent

Moskau/Kassel. Auf Druck auch des deutschen Energieversorgers Wingas senkt der russische Staatskonzern Gazprom die Preise für Gaslieferungen um zehn Prozent.

„Unsere Partner haben uns gebeten, die Preise zu überprüfen“, sagte der Chef der Gazprom-Tochter Gazprom Export, Alexander Medwedew, nach Angaben der Zeitung „Financial Times“ vom Freitag. Das Unternehmen habe daraufhin „die Parameter unserer Formeln geändert“. Erst vor einer Woche hatte Gazprom angekündigt, die Preise für westliche Kunden um 3,2 Prozent auf 415 US-Dollar (rund 315 Euro) je 1000 Kubikmeter zu erhöhen.

Außer Wingas, das zu je 50 Prozent Gazprom und der BASF-Tochter Wintershall gehört, profitieren laut Medwedew auch der französische Energiekonzern GDF Suez, das slowakische Gasunternehmen SPP sowie die türkische Botas von dem Rabatt. Der Gazpropm-Vize hatte bereits Mitte Januar nach monatelangem Streit Preissenkungen für die vier Unternehmen sowie für Econgas (Österreich) und Sinergie Italiane bekanntgegeben, aber damals keine Details genannt.

Der Forderung der deutschen Gaskonzern RWE und Eon, die Koppelung an den Ölpreis aufzubrechen, will Gazprom allerdings auch weiterhin nicht nachgeben. (dpa)

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