Gazprom steigt ins deutsche Stromgeschäft ein

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Der russische Energiekonzern Gazprom

Berlin - Der russische Energiekonzern Gazprom hat sich Zugang zum deutschen Endkundenmarkt verschafft. Das Geschäftskonzept unterscheidet sich von dem in Großbritannien und Frankreich.

Die Londoner Tochter Gazprom Marketing & Trading übernimmt die Energiesparte des hessischen Strom- und Telekommunikationsanbieters Envacom Service, wie Gazprom am Montag in London und Frankfurt mitteilte. Das Unternehmen bestätigte damit einen Bericht der “Frankfurter Rundschau“ vom Wochenende.

Auf der Basis von Envacom Service soll eine neue deutsche Vertriebsgesellschaft von Gazprom Strom vor allem an Unternehmenskunden verkaufen. Die privaten Stromkunden von Envacom würden weiterhin betreut.

Anders als etwa in Großbritannien und Frankreich will Gazprom in Deutschland kein Erdgas an Endkunden verkaufen. Der Konzern wird in Deutschland unter dem Markennamen Gazprom Energy auftreten.

Envacom hat laut Angaben auf seiner Internetseite rund 500 000 Kunden in Deutschland. Wie viele davon Strom beziehen, war zunächst nicht zu erfahren. Envacom bietet auch Mobilfunk- und Internetdienste an. Die Telekommunikationssparte bleibe im alleinigen Besitz des Unternehmensgründers Tillmann Raith, teilte Gazprom mit.

dpa

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