und blickt zuversichtlich nach vorn

KWS: Einbecker Saatgut-Spezialist legt gute Zahlen vor

Macht KWS besonders viel Freude: Saatgut für Mais. Er brachte den Einbeckern den größten Ergebnisbeitrag. Archivfoto: KWS/nh

Frankfurt/Einbeck. Zufriedene Gesichter beim Vorstand der Einbecker KWS Saat AG: Das weltweit agierende börsennotierte Unternehmen, das seine Bilanzpressekonferenz gestern erstmals in Frankfurt abhielt, ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr (31. Juli) wieder gewachsen.

Der Umsatz stieg um 5,1 Prozent auf 754,1 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um 5,8 Prozent auf 82,4 Mio. Euro.

Dass der Jahresüberschuss mit 51,5 Mio. Euro den Vorjahreswert nur um 1,4 Mio. Euro überstieg, führte Finanzvorstand Hagen Duenbostel vor allem auf geringe Anlagezinsen zurück. Zudem investierte KWS knapp 100 Millionen in die Forschung, in der 1200 Mitarbeiter beschäftigt sind. Rund elf Prozent des Forschungsetats gehen in die Entwicklung gentechnisch veränderter Produkte, die KWS bislang nur außerhalb von Europa vermarktet. Ihr Anteil am KWS-Umsatz liegt bei 28 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr strebt KWS ein Umsatzplus von erneut fünf Prozent sowie einen „überproportionalen Ergebnisanstieg“ an, wie Vorstandschef Philip von dem Bussche mitteilte.

Für das gute Ergebnis im Geschäftsjahr 2009/10 sei vor allem der Mais verantwortlich. Allein in Deutschland sei der Absatz an Energiemais um 20 Prozent gestiegen. Insgesamt erzielte die Gruppe 17 Prozent des Umsatzes mit Saatgut für den Energiesektor, auf dem KWS vor allem Biogas auf dem Vormarsch sieht.

Auch bei den Zuckerrüben verbuchte KWS ein Plus, nur die Getreidesparte konnte angesichts niedriger Weltmarktpreise nicht mithalten.

Die gute Geschäftsentwicklung spiegelt sich laut von dem Bussche auch in der Mitarbeiterzahl wider, die weltweit um sechs Prozent auf fast 3500 gewachsen sei. In Einbeck arbeiten 900 Menschen.

Am Firmensitz hat KWS 20 Millionen in den Energie-effizienten Umbau eines Verwaltungsgebäudes und neue Gewächshäuser gesteckt. Der Umstieg von Erd- auf Biogas bei der Energieversorgung des Geländes werde den CO2-Ausstoß um 60 Prozent senken.

Zuversichtlich ist der Vorstand im Hinblick auf die Vermarktung gentechnisch veränderten Saatgutes auch in Europa. Allein darauf verlässt man sich nicht: Strategisch setzt KWS unter anderem auf den Wachstumsmarkt China, wo eine Tochter für die Maiszüchtung gegründet wurde.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

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