Gegen Vertrieb von Tierfutter

150.000 Euro Bußgeld wegen aggressiver Telefonwerbung verhängt

Berlin - Wegen unerlaubter aggressiver Telefonwerbung hat die Bundesnetzagentur gegen eine Firma für den Vertrieb von Tierfutter ein hohes Bußgeld verhängt. Die Strafe: 150.000 Euro.

Sie beruhe auf "gut dargelegten Beschwerden" von Verbrauchern, sei allerdings noch nicht rechtskräftig. Das betroffene Unternehmen habe gegen den Bußgeldbescheid inzwischen Widerspruch eingelegt.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur machte die Firma Anrufe ohne die nötige vorherige Einwilligung der Verbraucher. Darüber hinaus verhängte sie wegen der "einschüchternden und aggressiven" Art der Anrufe ein besonders hohes Bußgeld. Demnach wurden Betroffene teilweise zum Kauf von Hundefutter aufgefordert, obwohl sie keinen Hund besaßen. Andere Verbraucher hätten von Anrufen berichtet, die in "regelrechten Telefonterror" ausarteten.

Auch Anrufe mit unterdrückter Nummer sind verboten

Dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb zufolge dürfen Verbraucher in Deutschland erst nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung Werbeanrufe erhalten. Es ist Unternehmen verboten, diese erst am Anfang eines Gesprächs einzuholen. Auch Anrufe mit unterdrückter Nummer sind verboten. Die Bundesnetzagentur überwacht die Einhaltung dieser Bestimmungen.

Bei Verstößen kann sie Bußgelder von bis zu 300.000 Euro verhängen. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, rief Betroffene dazu, Verstöße zu melden. "Für unsere Ermittlungen sind wir auf die Hilfe der Verbraucher angewiesen." Der Rechtsbruch finde in Telefonaten mit diesen statt. "Daher benötigen wir präzise Angaben der Betroffenen."

AFP

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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