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Energiepauschale nicht auf Lohnabrechnung: Was Sie jetzt tun können

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Von: Helena Gries

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Viele Arbeitnehmer in Deutschland haben auf die Auszahlung der Energiepauschale im September gewartet. Doch was, wenn der Betrag nicht auf dem Konto ist?

Kassel – Die Energiepauschale soll Verbraucher angesichts der derzeit steigenden Strom- und Gaspreise entlasten: Die im Rahmen des milliardenschweren Entlastungspakets der Ampel-Regierung beschlossenen 300 Euro sollen im September gezahlt werden. Was passiert aber, wenn das Geld noch nicht auf dem Konto ist?

Normalerweise sollte die Energiepreispauschale auf der September-Lohnabrechnung unter „sonstiger Bezug“ erscheinen. Ist das nicht der Fall, ist es kein Grund zur Sorge. Es kann mehrere Gründe geben, warum die Energiepauschale noch nicht gezahlt wurde.

Beschäftigte sollen durch eine Energiepauschale in Höhe von 300 Euro finanziell entlastet werden. (Symbolbild)
Beschäftigte sollen durch eine Energiepauschale in Höhe von 300 Euro finanziell entlastet werden. Doch was, wenn das Geld im September nicht ausgezahlt wurde? (Symbolbild) © Thomas Imo/Imago

Energiepauschale: Spätere Auszahlung im Oktober 2022 möglich

Nach Angaben des Lohnsteuerhilfevereins Bayern richtet sich der Zeitpunkt der Auszahlung der Energiepauschale nach der Lohnanmeldung des Arbeitgebers. Auf der Website des Bundesfinanzministeriums heißt es: „Gibt der Arbeitgeber die Lohnsteuer-Anmeldung vierteljährlich ab, kann die Energiepreispauschale an den Arbeitnehmer davon abweichend im Oktober 2022 ausgezahlt werden.“

Energiepauschale 2022
Wie hoch ist der Betrag?300 Euro brutto
Wer hat Anspruch?Einkommenssteuerpflichtige Erwerbstätige, pauschalbesteuerte Minijobber, Gewerbetreibende und Selbständige
Wann wird sie ausgezahlt?September 2022
Wie erfolgt die Auszahlung?Für einkommensteuerpflichtige Beschäftigte automatisch mit der Gehaltsabrechnung. Selbstständige profitieren durch Steuersenkung

Energiepauschale in Deutschland: Arbeitnehmer mit Minijob müssen aktiv werden

Das Bundesfinanzministerium erklärt außerdem, dass der späteste Zeitpunkt der Auszahlung die Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigung für Arbeitnehmer ist. Auf der Lohnsteuerbescheinigung für 2022 sollten die 300 Euro dann mit dem Vermerk „E“ für „Einmalbezug“ auftauchen.

Einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer erhalten den Pauschalbetrag automatisch zusammen mit dem Gehalt, Minijobber müssen jedoch aktiv werden und ihr erstes Dienstverhältnis schriftlich beim Arbeitgeber bestätigen. Bei Fragen sollte man sich direkt an den Arbeitgeber oder an die Buchhaltung wenden.

Energiepauschale muss nicht vom Arbeitgeber ausgezahlt werden - die Sonderfälle

Es gibt allerdings auch Ausnahmen. In folgenden Fällen wird die Energiepreispauschale laut Angaben des Bundesfinanzministeriums gar nicht vom Arbeitgeber ausgezahlt:

In diesen Fällen müssen Betroffene eine Steuererklärung für das Jahr 2022 abgeben und die Energiepauschale dort geltend machen. Das Gleiche gilt für Minijobs, bei denen das ursprüngliche Arbeitsverhältnis nicht schriftlich bestätigt wurde. Auch Rentner können sich eine Energiepauschale sichern. (hg)

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