General Motors spielt bei Opel-Verkauf auf Zeit

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Konzernzentrale von General Motors in Detroit (USA).

Detroit - Beim Überlebenskampf von Opel spielt die Konzernmutter General Motors (GM) erneut auf Zeit. Nach dpa-Informationen hat der US-Autokonzern die verlangte Erklärung noch nicht an die Brüsseler EU-Kommission abgeschickt.

Darin soll das Unternehmen klarstellen, dass der Zuschlag für den Autozulieferer Magna ohne politischen Druck zustande kam. Nur so können Bedenken der EU-Kommission, die den Kauf genehmigen muss, aus dem Weg geräumt werden. Wie aus Konzernkreisen verlautete, erwartet GM, dass die Bundesregierung die Einwände der EU-Kommission entkräftet.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter haben ernste Zweifel an der Übernahme durch das Konsortium Magna/Sberbank. Mehrere EU-Länder mit Opel-Werken haben den Verdacht geäußert, dass die deutschen Standorte auf Druck der Bundesregierung bei der Sanierung bevorzugt werden könnten. Berlin hatte bereits in einem Schreiben versichert, dass die Staatshilfen nicht an das Konsortium gebunden seien und allein das überzeugende industrielle Konzept den Ausschlag gegeben habe.

Dabei hält General Motors weiter an dem Ziel fest, Opel an den österreichisch-kanadischen Zulieferer zu verkaufen und den Kaufvertrag noch in dieser Woche zu unterzeichnen. “Unsere Position hat sich nicht geändert“, verlautete aus Verhandlungskreisen. “Wir arbeiten daran, eine Einigung mit Magna zu erreichen.“ Eine Sitzung des GM-Verwaltungsrates sei zunächst nicht geplant, hieß es in Detroit. Allerdings berate die Spitze über den stockenden Verkauf des deutschen Autobauers.

dpa

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