Wer zu Weihnachten auf Internet-Einkaufsbummel geht, sollte Regeln beachten

Geschenke aus dem Netz

Kassel. Der virtuelle Einkaufsbummel ist in: Nach Hochrechnungen des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (BVH) werden Deutschlands gewerbliche Online-Händler in diesem Jahr 17 Milliarden Euro umsetzen. Das sind zehn Prozent mehr als 2009 – und gerade in der Vorweihnachtszeit brummt das Geschäft.

Grundregeln: Wer seine Geschenke online erwerben will, sollte einige Grundregeln beachten, damit es später kein böses Erwachen gibt. Dazu zählt, sich als Käufer von der Seriosität des Internet-Händlers zu überzeugen. Erster Schritt: prüfen, ob zumindest alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zum Anbieter vorhanden sind: Firmenname, Adresse, Telefonnummer und der Name eines Verantwortlichen. „Eine E-Mail-Adresse allein oder in Kombination mit einem Postfach reicht keinesfalls aus“, warnt Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Von solchen Verkäufern sollten Verbraucher besser die Finger lassen.“

Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, der Online-Marktplatz Ebay, sowie der Bundesverband des Deutschen Versandhandels haben „sieben goldene Regeln“ für den Kauf im Internet formuliert: www.kaufenmitverstand.de Auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt viele Tipps: www.vz-nrw.de - Rubrik Markt + Recht/E-Commerce Eine Übersicht über Gütesiegel von Online-Händlern gibt es unter: www.internet-guetesiegel.de

Garantien: Neben den Adress- und Kontaktdaten, die auch im Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung wichtig sind, sollten die Gewährleistungs- und Garantiebedingungen sowie das Rückgabe- beziehungsweise Widerrufsrecht leicht zu finden und verständlich formuliert sein. Verbraucherschützer Bradler: „Der Käufer kann nach den Vorschriften für Fernabsatzverträge fast jeden Vertrag innerhalb von zwei Wochen widerrufen oder die Ware zurückgeben. Das gilt in der Regel auch für Verträge über Waren, die bei Internetauktionen von einem Händler gekauft wurden.“ Die Frist für eine Rückgabe oder den Widerruf beginnt nach Erhalt der Ware und nach ordnungsgemäßer Belehrung über das Widerrufsrecht, etwa per Fax, E-Mail oder auf der Rechnung.

Daten: Mit persönlichen oder vertraulichen Daten sollten Verbraucher möglichst sparsam umgehen. Seriöse Online-Shops bieten ausschließlich gesicherte Verbindungen zur Übermittlung der Daten an. Man sollte aber auch darauf achten, dass man nicht versehentlich seine Zustimmung zur Weitergabe der persönlichen Daten gibt. Bradler empfiehlt obendrein, sich Produktbeschreibung, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und das Bestellformular auszudrucken. Außerdem sollten Verbraucher auf vollständige Preisangaben achten, also Bruttopreise inklusive Mehrwertsteuer und Versand.

Bezahlen: Mit der Zahlung per Rechnung oder Lastschrift sind Verbraucher besser dran als bei Zahlung per Kreditkarte oder gar Vorab-Überweisung. Bradler: „Bei einer Rechnung habe ich die Ware schon, ehe ich bezahlen muss, und eine Lastschrift kann ich bei meiner Bank zurückholen, falls keine Lieferung erfolgt.“ In den anderen Fällen ist das Geld erstmal weg - und es wiederzubekommen, kann deutlich schwieriger sein. (bia)

Von Sandra Petrowitz

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