Geschönte Bilanzen: Spanischer Bankia droht Klagewelle

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Bankia-Beschäftigte erheben schwere Vorwürfe gegen den früheren Bankchef und IWF-Direktor Rato. Foto: Juan Carlos Cardenas/Archiv

Madrid (dpa) - Nach einem Expertenbericht von Gutachtern der spanischen Zentralbank über gefälschte Bilanzen bei der Großbank Bankia droht dem Geldinstitut eine Welle von Klagen.

Hunderttausende Anleger, die 2011 beim Börsengang des Geldhauses Bankia-Anteile erwarben und ihre Investitionen größtenteils verloren, dürften nach Medienberichten vom Freitag nun Schadenersatz verlangen.

Das Gutachten bedeute für die Investoren einen "Riesenschritt zur Rückerlangung ihrer Geldanlagen", sagte der Chef einer Anwaltskanzlei der Zeitung "El Mundo". Zwei Experten der Zentralbank hatten in einem Gutachten festgestellt, dass Bankia seinen Börsengang mit gefälschten Bilanzen unternommen habe.

Das Geldhaus stand damals unter der Führung des ehemaligen Direktors des Weltwährungsfonds (IWF), Rodrigo Rato. Der frühere spanische Wirtschafts- und Finanzminister wies die Vorwürfe zurück. "Wir hatten nicht die geringste Absicht, jemanden zu betrügen", sagte Rato dem Radiosender Onda Cero. "Dies wäre aufgrund der strikten Überwachung auch gar nicht möglich gewesen."

Schlussfolgerungen des Zentralbank-Gutachtens - Spanisch

Rato in Onda Cero

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