Gewerkschaft droht

Bei Coca-Cola wird wohl bald gestreikt

Berlin - Nach der zweiten, ergebnislosen Tarifrunde für die rund 9300 Beschäftigten bei Coca-Cola in Deutschland droht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit Warnstreiks.

Sollte es in der dritten Runde vom 23. bis 25. Februar keine Einigung geben, werde man die Mitglieder zu Arbeitskampfmaßnahmen aufrufen, kündigte NGG-Verhandlungsführer Freddy Adjan am Mittwoch in Berlin an.

Er kritisierte vor allem, dass die Geschäftsführung sich weigere, der Forderung nach einem Verzicht auf Entlassungen nachzukommen. Der angekündigte Personalabbau sei „ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter“. Diese hätten in den vergangenen Jahren durch Lohnverzicht und immer mehr Flexibilität „längst ihren Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze geleistet“. Die NGG verlangt außerdem sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit.

Der Personalvorstand der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, Frank Molthan, sprach davon, dass Produktion und Logistik an die Märkte angepasst und effektiver gestaltet werden müssten. So kauften die Verbraucher zunehmend Getränke in Einwegverpackungen. Bei den Handelskunden gebe es den Trend, die Belieferung ihrer Filialen selbst zu übernehmen. Wo es möglich sei, sollten den betroffenen Mitarbeitern andere Arbeitsplätze oder Altersteilzeitregelungen angeboten werden, sagte Molthan.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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