Gezielt und gesund Sport treiben

Das Institut sorgt vor allem dafür, dass sich die Leistungsfähigkeit zielgerichtet ohne Überforderung entwickelt. Sport ist aber in jedem Alter möglich. Dass manche im Alter kaum mehr belastbar sind, liegt oft nicht am Alter sondern vielmehr am schlechten Trainingszustand des Herz-Kreislauf-Systems und des Muskelstatus. „Es gibt kein Alter, in dem der Organismus nicht trainierbar und damit in seiner Leistungsfähigkeit nicht veränderbar ist“, erklärt Dr. Dr. Hans-Herbert Vater, ärztlicher Leiter des Instituts für Prävention und Sportmedizin. „Bewegung und Training sind bedeutende Komponenten der Gesundheit.“

Ernährung und Bewegung sind zwei wesentliche Aspekte im Leben, die entscheidend zur Gesundheit, Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und zum Wohlbefinden beitragen. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass eine mangelnde Fitness und eine qualitativ schlechte Ernährung für viele Erkrankungen und Gesundheitsstörungen verantwortlich sein können. Daher ist für unsere Gesundheit ein Mindestmaß von vier Stunden pro Woche an Bewegung und Training erforderlich: geplant, strukturiert, regelmäßig, Ziel optimiert und individuell gesteuert. Das gilt sowohl für ein sinnvolles Bewegungsprogramm als auch für eine optimale Ernährung.

Ab dem 40. Lebensjahr zum Gesundheitscheck

Besonders ab dem 40. Lebensjahr sind regelmäßige zweijährige Gesundheitsuntersuchungen empfehlenswert: „Vor allem bei der Wiederaufnahme körperlichen Trainings nach Inaktivitätsphasen muss man vorsichtig sein“, sagt Vater.

Sportmedizinischer Check schließt Risiken aus

Die sportmedizinische Gesundheitsuntersuchung bietet die Möglichkeit zur Überprüfung des gegenwärtigen Gesundheitszustandes und der aktuellen körperlichen Leistungsfähigkeit. Dabei werden das Herz-Kreislauf-System, die Atmung, der Stoffwechsel und die Körperzusammensetzung einer gezielten Kontrolle unterzogen. Die Ergebnisse geben Auskunft über das aktuelle physische Leistungsvermögen und liefern Vorschläge zum Erhalt oder zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit über ein individuell gesteuertes Belastungsprogramm. Ein solch einfacher sportmedizinischer Check gewährleistet, dass eventuelle Herz-Kreislauf-Risiken ausgeschlossen werden können.

„Anhand der gewonnenen Untersuchungsdaten kann man beurteilen, inwieweit eine Gefährdung durch die sportliche Aktivität besteht. Häufig sind Sportbegeisterte und Gesundheitssportler übermotiviert und wollen zu schnell sehr viel erreichen, ohne die Regenerationsphasen entsprechend zu berücksichtigen.“

Dr. Dr. Hans-Herbert Vater

„Grundsätzlich sollte sich jeder, der ein regelmäßiges körperliches Training durchführt oder zukünftig aufnehmen möchte, einer Gesundheitsuntersuchung unterziehen“, erklärt Vater. „Anhand der gewonnenen Untersuchungsdaten kann man beurteilen, inwieweit eine Gefährdung durch die sportliche Aktivität besteht. Häufig sind Sportbegeisterte und Gesundheitssportler übermotiviert und wollen zu schnell sehr viel erreichen, ohne die Regenerationsphasen entsprechend zu berücksichtigen. Die Folge sind Überlastungsschäden am Bewegungsapparat, häufige Infekte und Einbußen in der körperlichen Leistungsfähigkeit. ZGE L

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