GfK-Marktforscher Rolf Bürkl

Experte: Hochwasser kurbelt die Konjunktur an

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Schilder stehen n der Uferpromenade an der Unterstadt in Lauenburg (Schleswig-Holstein) im Wasser der Elbe (Archiv).

Nürnberg - Der Wiederaufbau in den Hochwassergebieten wird die deutsche Wirtschaft nach Ansicht eines Konsumforschers kräftig ankurbeln.

„Es sind ja eine Reihe von Anschaffungen zu ersetzen, die müssen neu gekauft werden“, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Auch die Flutkatastrophe von 2002 habe im Nachhinein wie ein kleines Konjunkturpaket gewirkt. Der durch die Wassermassen zerstörte Hausrat müsse schließlich ebenso erneuert werden wie Eigentum der öffentlichen Hand: „Dann ist einiges an der Infrastruktur zu reparieren, das wird vor allem auch den Bauunternehmen zugutekommen“, erklärte Bürkl.

Zwar sei zu erwarten, dass viele Betroffene der Flutkatastrophe auf geplante Investitionen wie einen Urlaub verzichten müssten. Unterm Strich aber werde wahrscheinlich mehr Geld ausgegeben, weil der Ersatz von Flutschäden in den meisten Fällen mehr koste als beispielsweise eine Reise. Was für die Ökonomie insgesamt als gut zu bewerten sei, könne im Detail - unter anderem für Reiseanbieter - auch negative Folgen haben: „Es kann durchaus sein, dass die eine oder andere Branche jetzt darunter leidet“, kommentierte Bürkl.

Hochwasser: Erste Elbbrücke in Dresden gesperrt

Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist die erste Elbbrücke in Dresden gesperrt
Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist in Dresden in der Nacht zum Dienstag die ertse Elbbrücke gesperrt worden. Die Loschwitzer Brücke, im Volksmund "Blaues Wunder" genannt wurde um kurz nach 23 Uhr für Autofahrer geschlossen, wie die Stadt Dresden mitteilte. © dpa
Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist die erste Elbbrücke in Dresden gesperrt
Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist in Dresden in der Nacht zum Dienstag die ertse Elbbrücke gesperrt worden. Die Loschwitzer Brücke, im Volksmund "Blaues Wunder" genannt wurde um kurz nach 23 Uhr für Autofahrer geschlossen, wie die Stadt Dresden mitteilte. © dpa
Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist die erste Elbbrücke in Dresden gesperrt
Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist in Dresden in der Nacht zum Dienstag die ertse Elbbrücke gesperrt worden. Die Loschwitzer Brücke, im Volksmund "Blaues Wunder" genannt wurde um kurz nach 23 Uhr für Autofahrer geschlossen, wie die Stadt Dresden mitteilte. © dpa
Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist die erste Elbbrücke in Dresden gesperrt
Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist in Dresden in der Nacht zum Dienstag die ertse Elbbrücke gesperrt worden. Die Loschwitzer Brücke, im Volksmund "Blaues Wunder" genannt wurde um kurz nach 23 Uhr für Autofahrer geschlossen, wie die Stadt Dresden mitteilte. © dpa
Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist die erste Elbbrücke in Dresden gesperrt
Wegen des unaufhörlich steigenden Hochwassers ist in Dresden in der Nacht zum Dienstag die ertse Elbbrücke gesperrt worden. Die Loschwitzer Brücke, im Volksmund "Blaues Wunder" genannt wurde um kurz nach 23 Uhr für Autofahrer geschlossen, wie die Stadt Dresden mitteilte. © dpa
Steigende Pegel an der Elbe sorgen für Überflutungen in Sachsen, wie hier in den Straßen von Königstein an der Elbe © dpa
Die Pegelstände vieler Flüsse steigen unaufhörlich. Hochwasser bedroht auch Sachsen. Die Lage sei in manchen Orten dramatisch. © dpa
Steigende Pegel an der Elbe sorgen für Überflutungen in Sachsen.
Die Pegelstände vieler Flüsse steigen unaufhörlich. Hochwasser bedroht auch Sachsen. Die Lage ist in manchen Orten dramatisch. © dpa
Die Pegelstände vieler Flüsse steigen unaufhörlich. Hochwasser bedroht auch Sachsen. Die Lage sei in manchen Orten dramatisch. © dpa
Die Pegelstände vieler Flüsse steigen unaufhörlich. Hochwasser bedroht auch Sachsen. Die Lage sei in manchen Orten dramatisch. © dpa
 Die Pegelstände vieler Flüsse steigen unaufhörlich. Hochwasser bedroht auch Sachsen. Die Lage sei in manchen Orten dramatisch. © dpa
Die Pegelstände vieler Flüsse steigen unaufhörlich. Hochwasser bedroht auch Sachsen. Die Lage sei in manchen Orten dramatisch. © dpa
Die Pegelstände vieler Flüsse steigen unaufhörlich. Hochwasser bedroht auch Sachsen. Die Lage sei in manchen Orten dramatisch. © dpa
 Die Pegelstände vieler Flüsse steigen unaufhörlich. Hochwasser bedroht auch Sachsen. Die Lage sei in manchen Orten dramatisch. © dpa
Das Stadion von Grimma (Sachsen) steht unter Wasser. Der Pegel der Mulde geht derzeit zurück. © dpa
Eine Gartensiedlung steht im Zentrum von Grimma (Sachsen) unter Wasser. © dpa
Die Innensatdt in Grimma steht unter Wasser. © dpa
Die Pegelstände vieler Flüsse steigen unaufhörlich. Hochwasser bedroht auch Sachsen. Die Lage sei in manchen Orten dramatisch. © dpa

Hinzu kämen die Millionensummen, die Versicherungen an die Flutopfer ausschütteten sowie der Fluthilfe-Fonds von Bund und Ländern, der bis zu acht Milliarden Euro umfasst und zu einem großen Teil dem Konsum zu gute kommen werde. Einen positiven Effekt sieht Bürkl auch durch das Geld, das wegen des Hochwassers gespendet wurde: „Ich gehe davon aus, dass zumindest ein Teil der Spenden nicht für den eigenen Konsum geplant war, sondern eventuell dann gespart worden wäre.“

Damit lande das Geld nicht auf der Bank, sondern direkt im wirtschaftlichen Kreislauf. Schon seit längerem gibt es den Trend der Bürger, Geld lieber auszugeben als zu sparen: „Die Verbraucher halten es derzeit überhaupt nicht für attraktiv, Geld auf die hohe Kante zu legen, weil die Zinsen historisch niedrig sind“, erklärte Bürkl.

dpa

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