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Girocard, Debitkarte, Kreditkarte: Immer alles im Griff?

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Hand hält Geldbörse und Smartphone.
Heute ganz normal: Bezahlen mit dem Smartphone. © EURO Kartensysteme GmbH

Mit verschiedenen Bezahlkarten haben Sie jederzeit Zugriff auf das Geld auf Ihren Konten. Doch wie genau unterscheiden sich girocard, EC-Karte, Kreditkarte und Co. voneinander?

„Karte abgelehnt!“ Diese Meldung kann jeden in eine unangenehme Situation bringen. Je nachdem, ob es sich beim Bezahlen an der Kasse um die weit verbreitete Girocard oder um eine andere Bezahlkarte handelt, kann das Shoppingerlebnis sehr unterschiedlich verlaufen. Für Verbraucher ist es daher umso wichtiger, die Unterschiede der verschiedenen Kartenarten, wie Debitkarten und Kreditkarten zu kennen. Ein genauerer Vergleich lohnt sich. 

Girocard, Debitkarte, Kreditkarte: Welche Karte eignet sich also für wen?

So manch einer blickt im Dschungel der vielen Begriffe kaum durch. Fakt ist: Die Girocard ist und bleibt die mit Abstand beliebteste und am meisten verbreitete Karte in Deutschland – mit mehr als 100 Millionen ausgegebenen Karten und mehr als 1 Million Bezahlpunkten. Sie ist ein eigenständiges und unabhängiges Bezahlsystem der deutschen Banken und Sparkassen und gehört damit keinem internationalen Finanzkonzern. In der Regel erhalten Kunden zu ihrem Girokonto eine Girocard.

Den Markennamen Girocard gibt es seit 15 Jahren. Zuvor wurde der Begriff EC-Karte beziehungsweise electronic-cash-System verwendet. Die Girocard ist eine sogenannte Debitkarte.

Aber aufgepasst: Nicht jede Debitkarte ist auch eine Girocard. Das müssen insbesondere Verbraucher erfahren, die sich darauf verlassen, mit der zu ihrem Girokonto gehörenden Karte problemlos „überall“ bezahlen zu können. So blicken Nutzer anderer Karten beim Bezahlen im inhabergeführten Fachhandel, beim Arzt oder bei Behörden ein ums andere Mal in die Röhre, weil es in Deutschland bis zu 200.000 Unternehmen gibt, bei denen man nur mit Girocard oder eben Bargeld bezahlen kann. 

Der Unterschied: Debitkarte und Kreditkarte

Nutzt ein Kunde eine Debitkarte zur Bezahlung, belastet – „debitiert“ – ihm seine Bank oder Sparkasse den Zahlungsbetrag direkt auf dem Girokonto. Das unterscheidet die Debitkarte von der Kreditkarte. Bei Kreditkarten erhält man, wie der Name schon sagt, einen Kredit für eine gewisse Zeit, der verzögert bezahlt wird, zum Beispiel am Monatsende. 

Zwar bringen andere Anbieter inzwischen eigene Debitkarten-Produkte auf den Markt, doch die Girocard ist und bleibt die Lieblingsdebitkarte in Deutschland. Auch im Ausland können Kunden wie gewohnt bezahlen: Denn in der Regel statten Institute die Girocard mit einem zusätzlichen Akzeptanzzeichen (sogenanntes Co-Badge) aus. Ist eine Akzeptanz im Girocard-System nicht möglich, springt automatisch diese Zusatzfunktion ein. 

Kosten für den Handel

Jede Zahlung, egal ob elektronisch oder bar, verursacht für den Handel Kosten. Generell sind Debit-Zahlungen für den Handel günstiger, als solche mit Kreditkarten. Besonders gut sind die Konditionen bei der Girocard. Hier profitiert der Handel bei gleichzeitig 100-prozentiger Zahlungsgarantie i. d. R. von den niedrigsten Entgelten. Kein Wunder also, dass vielerorts nur mit der Girocard bezahlt werden kann. 

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