Schäuble: Werden intensiver über Wirtschaftslage in China reden

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Die aktuellen Schwankungen auf den Finanzmärkten zeigen, wie rasch Risiken von einer zur nächsten Volkswirtschaft übergreifen können. Foto: Kimimasa Mayama/Archiv

Die G20-Runde der Industrie- und Schwellenländer wurde auf dem Höhepunkt der Finanzkrise gegründet. Jetzt drohen neue Turbulenzen - ausgelöst durch die schwächelnde Konjunktur in China und Unruhen an den Börsen. Genug Stoff also für die G20-Minister in Ankara.

Ankara (dpa) - Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) werden sich nach den Worten von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ausgiebig mit der Wirtschaftslage in China und den Folgen für die globale Konjunktur befassen.

"China werden wir natürlich sicherlich intensiver diskutieren", sagte Schäuble in Ankara vor einem zweitägigen Treffen der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs. "Wir werden auch aufmerksam zuhören, wie die chinesischen Verantwortlichen das selber sehen." 

Es würden auch Bewertungen durch Institutionen wie den Internationalen Währungsfonds (IWF) erörtert. Mit Blick auf die jüngsten Maßnahmen der chinesischen Notenbank betonte Schäuble, Peking habe sich in in der Währungspolitik auf die Dinge hin bewegt, die als notwendig erachtet würden, um Chinas Währung in den IWF-Währungskorb aufzunehmen. 

Der deutsche Finanzminister machte sich vor den G20-Beratungen erneut für einen Ausstieg aus der weltweiten Politik des billigen Geldes stark. Er werde seine Auffassung bekräftigen: "Ich glaube, wir haben nicht zuwenig Liquidität in den Märkten, und wir haben auch nicht zu wenig Schulden." Es bestehe eher die "Gefahr von Blasenbildungen", sagte Schäuble; "Europa steht nicht im Mittelpunkt des Treffens."

Internetseite türkischer G20-Vorsitz

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