Umstrittene Hypothekengeschäfte

Goldman Sachs muss Milliarden zahlen

New York - Im Streit um umstrittene Hypothekengeschäfte aus der Zeit der Finanzkrise hat nun auch die Investmentbank Goldman Sachs eine milliardenschwere Einigung mit der US-Aufsichtsbehörde erzielt.

Goldman Sachs erwirbt für 3,15 Milliarden Dollar (2,37 Mrd Euro) Wertpapiere zurück, die die Investmentbank von 2005 bis 2007 an die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac verkauft hatte. Das gab die Investmentbank am Freitag in New York bekannt. Die Kosten würden im Wesentlichen durch Rückstellungen gedeckt, hieß es. Die zuständige US-Aufsichtsbehörde FHFA bestätigte die Einigung.

Die Aufsichtsbehörde hatte 2011 insgesamt 18 Finanzkonzerne verklagt, die Fannie Mae und Freddie Mac Hypothekenpapiere verkauft hatten. Der Vorwurf: Die Banken hätten die enthaltenen Hauskredite zu rosig dargestellt. In der ab 2007 hereinbrechenden Finanzkrise verloren die Papiere an Wert, und der Steuerzahler musste Fannie Mae und Freddie Mac retten.

Die US-Behörden haben schon zahlreiche Großbanken wegen Hypotheken-Deals zur Kasse gebeten. So hatte sich die Bank of America im März nach langem Ringen dazu bereiterklärt, Fannie Mae und Freddie Mac mit 9,5 Milliarden Dollar zu entschädigen. Die US-Investmentbank Morgan Stanley zahlte insgesamt 1,25 Milliarden Dollar.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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