Kampf um Arbeitsplätze

Grammer-Beschäftigte protestieren gegen Investor

+
Produktion beim Autozulieferer Grammer in Kümmersbruck, Bayern. Foto: Armin Weigel

Amberg (dpa) - Mehr als tausend Beschäftigte des Autozulieferers Grammer haben an den deutschen und tschechischen Standorten gegen die Übernahmepläne der Investorenfamilie Hastor protestiert.

Der Amberger IG-Metall-Chef und stellvertretende Grammer-Aufsichtsratschef Horst Ott sagte bei einer Kundgebung in Amberg: "Wir kämpfen um unsere Arbeitsplätze" und forderte: "Kein Monopoly auf unsere Kosten!"

Die Hastor-Firmengruppe Prevent hatte im vergangenen Sommer die Fließbänder bei Volkswagen in Emden und Wolfsburg zum Stillstand gebracht. Die Familie hält inzwischen 20 bis 30 Prozent der Grammer-Aktien, will den Vorstandschef ablösen, die Kontrolle im Aufsichtsrat übernehmen und mehr Gewinn machen.

Der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler sagte am Montag: "Erfahrungen mit der Hastor-Familie zeigen, dass sie lediglich eine kurzfristige Gewinnoptimierung im Blick hat. Dadurch droht ein großer Schaden für die Kundenbeziehungen." Laut Grammer halten sich große Kunden bereits mit Aufträgen zurück oder drohen abzuspringen.

Ott sagte, die aktuelle Lage für das als Unternehmen sei "existenzbedrohend, und damit ist jeder einzelne Arbeitsplatz weltweit in Gefahr." Wer daran "Hand anlegt, weiß jetzt: Er legt sich mit uns allen an", sagte der Gewerkschafter unter dem Beifall von rund 700 Beschäftigten.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.