Griechenlands Bonität auf Ramschniveau gesenkt

London - Als zweite große Ratingagentur hat Moody's griechische Staatsanleihen am Montagabend auf “Ramschstatus“ herabgestuft. Der Grund: Bedenken bezüglich der Umsetzung des Sparpakets.

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Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des hochverschuldeten Euro-Staates Griechenland auf Ramschstatus herabgestuft. Die Bonitätsnote sinke um vier Stufen von “A3“ auf “Ba1“, teilte Moody's am Montag mit. Den Ausblick schätzt die Ratingagentur als stabil ein. Dies bedeutet, dass mittelfristig keine weitere Abwertung in Erwägung gezogen wird. Moody's folgt damit der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die die Bonität Griechenlands bereits Ende April auf Ramschstatus gesenkt hatte.

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Aus Athen kam umgehend Kritik an der Entscheidung. “Das spiegelt nicht die Fortschritte, die wir in den letzten Monaten erzielt haben“, erklärte unter anderem das griechische Finanzministerium am Montagabend. Athen bleibe konzentriert auf sein Spar- und Reformprogramm, hieß es weiter. Auch die Bank von Griechenland (Bank of Greece) charakterisierte den Beschluss als “unerklärlich“, berichtete der griechische Rundfunk.

Moody's begründet die Herabstufung vor allem mit Risiken des drastischen Spar- und Restrukturierungsprogramms der griechischen Regierung. Zwar habe der gigantische Rettungsschirm von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) jegliche Risiken in der kurzen Frist beseitigt. Allerdings seien die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Programms substanziell und nur mit einer geringeren Bonitätsnote zu vereinbaren. Risiken sieht die Agentur vor allem beim Wirtschaftswachstum.

dpa

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