Griechische Notenbank: Wirtschaft wird weiter schrumpfen

+
Die griechische Notenbank sieht eine Streckung der Zahlungsfristen um 20 Jahre als eine mögliche Lösung für den Schuldenabbau. Foto: Oliver Berg

Athen (dpa) - Die griechische Wirtschaft wird in diesem Jahr nach Einschätzung der Notenbank in Athen weiter schrumpfen. Erwartet wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 Prozent.

Damit sich ein Wachstum erzielen lasse, müsse das Ziel eines primären Überschusses im Haushalt (ohne Schuldendienst) von 3,5 Prozent bis zum Jahr 2018 auf 2 Prozent korrigiert werden, schreibt die Bank of Greece in ihrem Vorausbericht für das laufende Jahr. Zugleich müsse der Schuldenberg schrittweise abgebaut werden. Der Bericht wurde dem Parlament vorgelegt und am Mittwoch in Athen veröffentlicht.

Die Notenbank sieht eine Streckung der Zahlungsfristen um 20 Jahre als eine mögliche Lösung für den Schuldenabbau. Das Wachstum durch die Senkung des Überschuss-Ziels würde günstige Bedingungen schaffen, damit die Arbeitslosigkeit bekämpft wird und die Steuern gesenkt werden können. Zudem müssten Privatisierungen vorangetrieben werden.

Die Spirale der Sparmaßnahmen hat in Griechenland zu einer Rekord-Arbeitslosigkeit von mehr als 24 Prozent geführt. Jeder zweite junge Mensch ist derzeit ohne Job.

Bericht Benk of Greece

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.