Griechen verabschieden Sparpaket endgültig

Athen - Das griechische Parlament hat am Donnerstag ein zweites Gesetz mit Sparmaßnahmen gebilligt und damit die letzte Hürde für die finanzielle Unterstützung durch IWF und EU genommen.

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Bereits am Mittwoch hatte das Parlament das Sparpaket grundsätzlich gebilligt. Bei der Abstimmung am Donnerstag ging es um die Umsetzung des Sparvorhabens. Begleitet war die Durchsetzung des Sparpakets von heftigen Protesten, bei denen in den vergangenen beiden Tagen mehr als 300 Menschen verletzt und rund 50 Geschäfte beschädigt wurden. 38 Personen wurden festgenommen. Die Europäische Union und der IWF hatten Griechenland bis Donnerstag Zeit gegeben, um die Sparmaßnahmen zu verabschieden, damit weitere Hilfsgelder fließen können. Ohne die Hilfe wäre Griechenland in Kürze zahlungsunfähig.

Am Mittwoch hatte das Parlament Einsparungen über 28 Milliarden Euro bis 2015 gebilligt. Für Donnerstag waren zunächst keine größeren Proteste geplant, lediglich eine Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes hatte zu einer Kundgebung aufgerufen. Beschäftigte der Elektrizitätsgesellschaft sagten einen Streik ab, der in den vergangenen Tagen zu Stromausfällen geführt hatte. Der Fährbetrieb von Athen zu den griechischen Inseln war wegen eines Hafenarbeiterstreiks den dritten Tag in Folge ausgesetzt. Die Hoteliersvereinigung rief Polizei, Gewerkschaften und Demonstranten zu Zurückhaltung auf. Die Gewalt könne zu Absagen “selbst der entschlossensten potenziellen Besucher“ führen, warnte die Vereinigung. 

Bilder aus Griechenland: Die Gewalt eskaliert

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dapd/dpa

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