In Großbritannien

Siemens investiert in Offshore-Windkraft

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Siemens setzt in Großbritannien verstärkt auf Offshore-Windkraft.

Erlangen/Hull -Siemens baut sein Windkraft-Geschäft aus. In Großbritannien  sollen künftig die großen Rotorblätter für Windräder gefertigt werden.

Das Land gehört für den Konzern zu den wichtigsten Märkten für Windkraftanlagen.

Der Elektrokonzern Siemens  will sein Windkraftgeschäft mit dem Bau einer neuen Fabrik an der englischen Ostküste voranbringen. Am Standort Hull sollen eine Fertigung für Rotorblätter für Windkraftanlagen auf See (Offshore) sowie ein Logistik- und Service-Zentrum entstehen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. „Wir investieren in Märkte mit zuverlässigen Rahmenbedingungen, die für ausgelastete Fabriken sorgen“, erklärte der Chef des Siemens-Industriesektors, Michael Süß.

Windkraft bedeutet für Siemens Wachstum 

Der britische Windmarkt weise hohe Wachstumsraten auf und habe noch deutliches Potenzial. So habe sich die Windkraft-Kapazität binnen zwei Jahren auf rund zehn Gigawatt verdoppelt, wobei der Offshore-Markt am schnellsten wachse, erklärte Siemens. Insgesamt wollen Siemens und der britische Partner Associated British Ports 371 Millionen Euro in den Standort investieren, mehr als 190 Millionen Euro davon entfallen auf Siemens. Dadurch sollen direkt rund 1000 Arbeitsplätze entstehen, davon 550 in der Rotorblatt-Fertigung.

Siemens ist nach Unternehmensangaben größter Hersteller von Windkraftanlagen auf See. Als wichtigste Märkte hat der Konzern Großbritannien und Deutschland im Blick, aber auch Länder wie die Niederlande und Belgien gewinnen an Bedeutung, und auch Frankreich setze auf die Offshore-Windenergie. Ende 2013 hatte Siemens zudem einen Liefervertrag für den ersten großen Offshore-Windpark in den USA unterzeichnet. Im gesamten Windgeschäft kam der Konzern zuletzt auf einen Auftragsbestand von 12,5 Milliarden Euro.

dpa

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