Auch Extras vergleichen

Große Preisunterschiede bei Krankenkassen

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Bei den gesetzlichen Krankenkassen variieren die Beitragssätze zwischen 14,9 und 16,4 Prozent. Auch bei den Extraleistungen gibt es deutliche Unterschiede. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Arztbesuche und Medikamente kosten eine Menge Geld. Gut, wenn die Krankenkasse nicht nur die Standardbehandlungen übernimmt. Ein Vergleich zeigt: Ein Kassenwechsel kann sich lohnen.

Berlin (dpa/tmn) - Beiträge, Service, Extras: Es gibt große Preis- und Leistungsunterschiede bei den gesetzlichen Krankenkassen. Ein Vergleich kann sich lohnen. Das zeigt eine Untersuchung der Zeitschrift "Finanztest" (Heft 06/17) von 75 Kassen.

Die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen lagen im Mai 2017 zwischen 14,9 und 16,4 Prozent. Je nach Höhe des Gehalts sind bei günstigeren Sätzen mehrere Hundert Euro Ersparnis im Jahr drin, wie die Tester vorrechnen.

Auch Zuschüsse für Leistungen sollten Verbraucher prüfen. Für Osteopathie-Behandlungen etwa zahlen 33 Kassen im Vergleich 200 Euro oder mehr zu. Ähnlich viele (27) bezuschussen Zahnreinigungen beim Arzt der Wahl mit jährlich mindestens 50 Euro. Die Extraleistungen hängen nicht unbedingt von der Höhe der Beiträge ab. Auch günstige Anbieter können zum Teil bei den Zuschüssen überzeugen.

Weitere Unterschiede zwischen den Kassen gibt es im Service. Knapp ein Drittel von ihnen (23) punkten hier besonders. Diese bieten eine 24-Stunden-Medizinhotline, organisieren Spezialisten für medizinische Zweitmeinungen und helfen beim Ausmachen von Facharztterminen.

Gesetzlich Versicherte haben die freie Kassenwahl. Einzige Voraussetzung: Die Kasse ihrer Wahl muss auch in ihrem Bundesland tätig sein. Die alte Mitgliedschaft können sie mit einer Frist von zwei Monaten kündigen. Vor einer regulären Kündigung muss man für 18 Monate Mitglied bei der Kasse gewesen sein. Wird der Beitrag dagegen angehoben, gilt ein Sonderkündigungsrecht.

Außerdem sollte man bedenken: Von der bisherigen Kasse genehmigte Leistungen kann die neue Kasse erneut überprüfen, etwa Rehasport oder Psychotherapie. Und sie kann sie danach gegebenenfalls verweigern.

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