Nach Mainzer Bahn-Chaos

Grube verspricht bessere Personalplanung

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Am Mainzer Bahnhof kam es zu großem Chaos.

München/Berlin - Bahnchef Rüdiger Grube hat eine verbesserte Personalplanung angekündigt und gleichzeitig 1,2 Milliarden Euro mehr vom Bund gefordert.

„Wir werden deutlich mehr Fahrdienstleiter ausbilden und einstellen. Wir wollen bis Jahresende insgesamt über 600 zusätzlich qualifizieren“, sagte Grube dem Nachrichtenmagazin „Focus“ im Bezug die massiven Zugausfällen am Mainzer Hauptbahnhof in der letzten Zeit. In der Planung für die kommenden fünf Jahre seien weitere 1500 neue Stellen vorgesehen. Bislang beschäftige die Bahn 12.500 Fahrdienstleiter. Der Mainzer Hauptbahnhof bekomme ab November weitere neun Mitarbeiter für sein Stellwerk.

Grube will 1,2 Milliarden Euro mehr vom Bund

Grube forderte gleichzeitig vom Bund mehr Geld für die Sanierung des maroden Schienennetzes. "Die Bahn braucht mindestens 1,2 Milliarden Euro mehr pro Jahr", sagte Grube dem Magazin "Focus". "Wir brauchen mehr Geld für Tunnel und Brücken", begründete er sein Anliegen.

Grube wies darauf hin, dass von den 34.000 Kilometern Schiene seines Unternehmens mehr als die Hälfte noch aus dem 19. Jahrhundert stamme. Von 25.000 Eisenbahnbrücken seien immerhin 9000 älter als hundert Jahre. 1400 Brücken müssten dringend saniert werden.

Das sind die Bahnhöfe des Jahres

Gemütlich wie in einem Wohnzimmer: Das breite Angebot des Murnauer Bahnhofs, etwa das schmucke Café mit Kiosk von Pächterin Sabine Heilrath, hat die Jury überzeugt.
Gemütlich wie in einem Wohnzimmer: Das breite Angebot des Murnauer Bahnhofs, etwa das schmucke Café mit Kiosk von Pächterin Sabine Heilrath, hat die Jury überzeugt. © Allianz pro Schiene
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Bahnhof in Göttingen
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Bahnhof in Göttingen
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Der Bahn-Chef verlangte auch, sein Unternehmen von der Ökostrom-Umlage zu befreien. Zur Begründung wies er darauf hin, dass die Bahn inzwischen "über 75 Prozent des Stroms im Fernverkehr aus Öko-Energien bezieht".

afp/dpa

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