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Grundsteuererklärung: In einigen Gemeinden muss nichts gezahlt werden

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Von: Jan Oeftger

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In den meisten Gemeinden steigt die Grundsteuer. Doch es gibt Ausnahmen. In einigen Städten muss keine Grundsteuer gezahlt werden.

Frankfurt – Städte und Gemeinden brauchen die Grundsteuer als wichtige Einnahmequelle. Einige Kommunen verzichten jedoch auf diese Möglichkeit. Das geht aus einer Studie von Ernst & Young hervor. Insgesamt 16 Städte verlangen von den Grundstückseigentümern keine Abgabe. Im Durchschnitt beträgt die Grundsteuer in deutschen Gemeinden 175 Euro.

Der Hebesatz ist ein Faktor für die Berechnung der Höhe der Grundsteuer. In 16 Kommunen ist er gleich null, sodass dort keine Grundsteuer erhoben wird. Der Hebesatz wird von den Kommunen selbst im Voraus festgelegt. Dieser Wert wird mit dem Wert der des Grundbesitzes und der Steuermesszahl multipliziert, um den Betrag der Grundsteuer zu ermitteln. In einige Gemeinden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein muss keine Grundsteuer gezahlt werden.

In 16 deutschen Kommunen wird keine Grundsteuer fällig.
In 16 deutschen Kommunen wird keine Grundsteuer fällig. © Martin Schutt/dpa

Grundsteuererklärung 2022: In diesen Städten wird keine Grundsteuer fällig

Grundsteuer steigt in den meisten Gemeinden

Dass keine Grundsteuer erhoben wird, ist jedoch ungewöhnlich. In einigen Städten ist die Grundsteuer sogar gestiegen. Der Studie zufolge ist das in jeder zwölften Stadt in Deutschland der Fall: In 891 Städten ist der Hebesatz gestiegen, während er nur in 75 Städten gesenkt wurde. Im Vorjahr hatten 1070 Gemeinden die Grundsteuer erhöht und 88 gesenkt. Der Trend geht also eindeutig in Richtung Erhöhung.

Die vier hessischen Städte mit den höchsten Hebesätzen sind laut der Studie Lorch und Lautertal, gefolgt von Nauheim und Ringgau auf dem zweiten Platz.

Grundsteuererklärung: In Nordrhein-Westfalen ist die Grundsteuer am höchsten

Im Vergleich der Bundesländer müssen Grundbesitzer insbesondere in Nordrhein-Westfalen eine höhere Grundsteuer zahlen. Dort ist der Durchschnittsbetrag mit 216 Euro am höchsten. Die Brandenburger zahlen mit durchschnittlich 110 Euro am wenigsten. Im vergangenen Jahr betrug die Grundsteuer im deutschlandweiten Durchschnitt 175 Euro, 3 Euro mehr als im Jahr zuvor.

Die Grundsteuer wird bis 2024 nach dem alten Modell berechnet; ab 2025 gilt das neue System. Eine Mehrbelastung für Bürgerinnen und Bürger soll es dadurch jedoch nicht geben. (jo)

In vielen Bundesländern muss in der Grundsteuererklärung der Bodenrichtwert werden, doch es gibt Ausnahmen.

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