Güterverkehr ökologisch meistern

Nutzfahrzeuge sind Motor unserer Wirtschaft. Sie tragen wesentlich zur Mehrung des Wohlstands und der sozialen Sicherheit in Deutschland bei. Kein anderes Verkehrsmittel ist so flexibel. Deswegen sind Lkw für den Güterverkehr heute und morgen unverzichtbar“, sagt Dr. Kay Lindemann, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie. „Der Lkw wird auch in Zukunft den Löwenanteil des Güterverkehrs tragen. Nennenswerte Verschiebungen zu anderen Verkehrsträgern sind nicht zu erwarten.“

Um das Verkehrswachstum der kommenden Jahre klima- und umweltverträglich zu meistern, sei vor allem ein weiter verbessertes Zusammenspiel von Lkw, Bahn und Binnenschiff notwendig. „Nutzfahrzeughersteller und Transportgewerbe sind sich dabei ihrer Verantwortung sehr bewusst und arbeiten intensiv daran, den Güterverkehr noch nachhaltiger zu machen“, sagte Lindemann.

So sind beim Kraftstoffverbrauch und dem CO2-Ausstoß erhebliche Fortschritte erzielt worden. In den letzten vier Jahrzehnten sank der Verbrauch schwerer Lkw um rund 30 Prozent. „Ein Fernverkehrs-Lkw wiegt 40 Tonnen, etwa so viel wie 30 Mittelklasse-Pkw. Der Verbrauch des Lkw entspricht jedoch nur dem von etwa fünf Autos – nämlich rund 30 Liter. Pro Tonne ist das weniger als ein Liter Diesel für 100 Kilometer.“

Hybrid und Elektro fördern

Um den Verbrauch weiter zu reduzieren, kommen in naher Zukunft verstärkt Hybridantriebe zum Einsatz – insbesondere im Verteilerverkehr. Für den innerstädtischen Lieferverkehr mit kurzen Strecken seien auch batterieelektrische Fahrzeuge demnächst zu erwarten. „Die Absicht der Bundesregierung, in den öffentlichen Beschaffungsprogrammen auch die Anschaffung von Elektro-Nutzfahrzeugen zu fördern, ist dazu ein wichtiger Baustein“, unterstreicht Lindemann.

„Bis zum Jahr 2020 wollen die Nutzfahrzeughersteller das Potenzial für weitere 20 Prozent CO²-Reduktion gegenüber dem Jahr 2005 heben.“

Dr. Kay Lindemann

Bis zum Jahr 2020 wollen laut Lindemann die Nutzfahrzeughersteller das Potenzial für weitere 20 Prozent CO2-Reduktion gegenüber dem Jahr 2005 heben. Gleichzeitig seien die Emissionen klassischer Schadstoffe zurückgegangen. „Moderne Nutzfahrzeuge fahren bei klassischen Luftschadstoffen heute fast emissionsfrei. Mit der neuen Abgasnorm Euro 6 sinken Stickoxid- und Partikelausstoß nahezu auf Null“, sagt er. HKK L

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