Gute Gründe für Versetzung in Springerpool wichtig

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Arbeitgeber können einen Berufskraftfahrer nicht einfach zum Springer mit wechselnden Schichten machen. Foto: David Ebener

Man kann einen Mitarbeiter nicht einfach in einer andere Abteilung versetzen. Das müssen Vorgesetzte gut begründen. Ein Fall des Landesarbeitsgerichts Köln weist nochmals daraufhin.

Köln (dpa/tmn) - Arbeitgeber brauchen gute Gründe, wenn sie einen Berufskraftfahrer vom Stammfahrer zum Springer mit wechselnden Schichten machen wollen. Sie müssen dabei auch die Interessen des Mitarbeiters beachten. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein hin.

In einem Fall des Landesarbeitsgerichts Köln war ein Mann als Stammfahrer für Tankwagen beschäftigt. Nachdem er 2011 an 54 Tagen krankgeschrieben war, versetzte sein Arbeitgeber ihn im April 2012 in den Springerpool. Dagegen wehrte sich der Mitarbeiter.

Mit Erfolg. Die Versetzung in den Springerpool bringt für den Betroffenen Nachteile mit sich. Denn er kann nicht mehr wie als Stammfahrer mit regelmäßigen Schichtdiensten kalkulieren (Az.: 7 Sa 537/13). Zwar sei der Mitarbeiter 2011 überdurchschnittlich häufig krank gewesen, und das könne den Betriebsablauf stören. Allerdings habe der Arbeitgeber nicht erklärt, warum die Versetzung in die Springer-Reserve ein geeignetes Mittel ist, diese Störung zu verringern. Es wäre vielmehr die Aufgabe des Arbeitgebers gewesen, die Wiedereingliederung des Mitarbeiters zu ermöglichen.

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