Halbleitermarkt macht Optik-Konzern Carl Zeiss zu schaffen

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Zeiss beschäftigt weltweit knapp 25 000 Mitarbeiter und entwickelt unter anderem Mikroskope, Brillengläser sowie Foto- und Filmobjektive. Foto: Stefan Puchner

Oberkochen/Stuttgart (dpa) - Probleme mit der Halbleitertechnik drücken auf die Bilanz des Optik-Konzerns Carl Zeiss.

Zwar stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2014/15 (30. September) um 5 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Das sei aber vor allem der guten Entwicklung in anderen Geschäftsfeldern und dem schwachen Euro geschuldet. Das Ergebnis unterm Strich stieg von 190 auf 208 Millionen Euro.

Vorstandschef Michael Kaschke sprach von "Rückenwind durch positive Währungseffekte" und "Gegenwind auf dem Halbleitermarkt". Das in Oberkochen (Ostalbkreis) ansässige Stiftungsunternehmen stellt in einem Konsortium Apparate her, mit denen die Halbleiterbranche Mikrochips produziert.

Die neue Chipgeneration sorgt etwa dafür, dass sich die Speicherkapazität in Mobiltelefonen weiter erhöht. "Wenn sie ihr Smartphone noch kleiner haben wollen, brauchen sie die neue Chipgeneration", sagte Kaschke. Doch die Arbeit an der neuen Fertigungstechnologie sei schwierig und hochkomplex.

Eigentlich sollten die neuen Anlagen 2014 in die Massenfertigung gehen. Nun wird sich das wohl bis 2017 verzögern. "Die Halbleiterindustrie wartet händeringend darauf", sagte Kaschke. Gleichzeitig sinke die Nachfrage nach der alten Fertigungstechnologie. Der Umsatz in der Sparte Halbleitertechnik brach im Geschäftsjahr um 15 Prozent ein.

Zeiss beschäftigt weltweit knapp 25 000 Mitarbeiter und entwickelt unter anderem Mikroskope, Brillengläser sowie Foto- und Filmobjektive.

Im Halbleiter-Feld erwartet Kaschke auch im neuen Geschäftsjahr keine Belebung. Zudem gebe es eine Eintrübung auf den Märkten in Schwellenländern wie China und Brasilien. Knapp 90 Prozent des Umsatzes erzielt Zeiss außerhalb Deutschlands. Der Konzern rechnet mit einem moderaten Umsatzplus für 2015/16.

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