Langjähriger BASF-Chef gibt Vorstandsvorsitz ab

Hambrecht geht mit Rekordzahlen

Jürgen Hambrecht

Ludwigshafen. Er geht auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Gestern übergab BASF-Chef Jürgen Hambrecht in der Hauptversammlung in Mannheim die Geschäfte an seinen Nachfolger und bisherigen Finanzvorstand Kurt Bock. Mit Hambrecht verlässt ein herausragender Wirtschaftslenker die Bühne. Der heute 64-jährige promovierte Chemiker war 1976 zum weltgrößten Chemiekonzern gekommen, hatte sich dort hochgearbeitet und 2003 den Vorstandsvorsitz übernommen. Während seiner Amtszeit machte der passionierte Fußballspieler, Läufer und Radfahrer gemeinsam mit Co-Trainer Bock den einst behäbigen Giganten aus der Pfalz zu einem schlagkräftigen und hochprofitablen Konzern. Der Schwabe verdoppelte den Umsatz auf fast 64 Mrd. Euro, verdreifachte den Reingewinn auf 4,6 Mrd. Euro und steigerte die Zahl der Beschäftigten um 20 000 auf 109 000. Und zum guten Abschluss hinterlässt er seinem Nachfolger auch noch einen Rekordquartalsumsatz von 19,4 Mrd. Euro und einen Rekordquartalsgewinn von 2,4 Mrd. Euro, was das beste Geschäftsjahr seit Bestehen des 146 Jahre alten Unternehmens erwarten lässt. Die Kasseler Erdöl- und Erdgastochter Wintershall steuerte 306 Mio. Euro zum Überschuss bei.

Dass die Aktie des Chemieriesen am Freitag dennoch leicht im Minus schloss, liegt daran, dass die Analysten die guten Zahlen erwartet hatten.

Auf den Sachversand Hambrechts müssen BASF und der neue Vorstand aber nicht verzichten. Es wird damit gerechnet, dass der verheiratete Vater von vier erwachsenen Kindern in den Aufsichtsrat gewählt wird und dessen Vorsitz übernimmt. Gleichzeitig kann sich der versierte Manager künftig noch stärker seinen Hobbys widmen. Hambrecht ist nicht nur sportlich. Er liebt das Ballett und die Malerei.

Von José Pinto

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