Sieben Geschäfte betroffen

Nach Insolvenzantrag: Traditionsunternehmen Roeckl schließt Filialen

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Roeckl-Geschäft in München. Das Unternehmen hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Foto: Matthias Balk

München - Nach dem Insolvenzantrag schließt der traditionsreiche Handschuh- und Accessoire-Anbieter Roeckl Geschäfte und trennt sich von Mitarbeitern.

Man werde sich künftig auf europäische Groß- und Hauptstädte konzentrieren und reagiere damit auch auf den Strukturwandel und ein neues Konsumverhalten, sagte eine Sprecherin der Roeckl Handschuhe & Accessoires GmbH & Co. KG am Montag in München. Die 2003 aus dem gleichen Familienunternehmen hervorgegangene Roeckl Sporthandschuhe GmbH & Co. KG ist derweil von der Insolvenz "in keinerlei Weise" betroffen, wie eine Firmensprecherin betonte.

Von den 19 eigenen Läden in Deutschland schließt die Roeckl Handschuhe & Accessoires sieben, nämlich in Aachen, Bremen, Düsseldorf, Karlsruhe, Mannheim, Nürnberg und Wiesbaden. Dadurch verlieren auch 45 der 200 Beschäftigten von Roeckl in Deutschland ihre Arbeitsplätze, wie die Sprecherin sagte.

Zusammen mit Filialen in Österreich und einer Handschuh-Manufaktur in Rumänien hatte das Unternehmen zuletzt insgesamt 350 Beschäftigte. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens laufe ansonsten wie gewohnt weiter, die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien gesichert.

In der vergangenen Woche hatte Roeckl Handschuhe und Accessoires Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Zuvor habe das Unternehmen immer wieder Verluste geschrieben, hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dazu wollte sich die Unternehmenssprecherin nicht äußern.

Das 1839 gegründete Familienunternehmen Roeckl war 2003 in zwei voneinander unabhängige Gesellschaften geteilt worden: In die Roeckl Handschuhe & Accessoires GmbH & Co. KG, die von Annette Roeckl geführt wird, sowie die Roeckl Sporthandschuhe GmbH & Co. KG, die ihrem Bruder Stefan Roeckl und Cousin Christian Roeckl gehört.

dpa

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