Großangelegte Kampagne soll vor allem junge Menschen ansprechen

Handwerk poliert Image

Heinrich Gringel

Kassel. „Das Handwerk - die Wirtschaftsmacht von nebenan“ lautet der Slogan einer großen, mehrjährigen Image-Kampagne, die morgen, Samstag, mit einem einminütigen TV-Spot um 20.14 Uhr auf allen großen privaten Fernsehkanälen startet. Später sollen auch ARD und ZDF folgen. Am 18. Januar beginnt eine Anzeigenserie in einigen überregionalen Tageszeitungen sowie in Jugendmagazinen. Im weiteren Verlauf sollen die regionalen Tageszeitungen einbezogen werden. Ab 21. Januar gibt es auch Kinospots.

Flankiert wird die Kampagne von einer Plakataktion an bundesweit 370 Standorten, davon elf im Kammerbezirk Kassel, sowie einem interaktiven Internet-Auftritt.

55 Millionen Euro nimmt die Branche für ihre historisch größte Werbe-Aktion in die Hand. Mit der Kampagne will sie sich als „symphatischer Wirtschschaftsfaktor mit stabilem Fundament“, präsentieren, das „Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern und der Gesellschaft übernimmt“, fasste der Präsident der Handwerkskammer Kassel, Heinrich Gringel, während einer Präsentation am Donnerstag ein Ziel der Initiative zusammen. Gleichzeitig will das Handwerk mit Blick auf die stark rückläufigen Schülerzahlen als „attraktiver Arbeitgeber mit hervorragenden Perspektiven“ für sich werben sowie das Selbstbewusstsein der zumeist kleinen Betriebe stärken.

Hintergrund der Kampagne ist unter anderem, dass das Handwerk laut einer repräsentativen Umfrage zwar bei Erwachsenen ein relativ hohes Ansehen genießt und von mehr als 70 Prozent der Bürger als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige wahrgenommen wird. Aber bei Jugendlichen und jüngeren Menschen gilt es vielfach als altmodisch und verstaubt.

Dabei, so Gringel, sei genau das Gegenteil der Fall. „Wir sind modern und innovativ“, sagte er auch unter Hinweis auf Berufe in den Bereichen Erneuerbare Energien, Sicherheits- und Versorgungstechnik, Ernährung, Gesundheit, Medizin und Rehabilitation.

Gleichzeitig wies er auf das ehrenamtliche Engagement der Branche gerade im ländlichen Raum hin. Als Beispiel nannte er vor allem den freiwilligen Brandschutz, der ohne das Handwerk nicht gewährleistet werden könne. „Am Handwerk kommt keiner vorbei“, sagte Gringel selbstbewusst.

Appell: Aktive Begleitung

Der Kreishandwerksmeister im Schwalm-Eder-Kreis, Frank Dittmar, appellierte im Namen aller acht Kreishandwerkerschaften im Kammerzirk an die Betriebe, die Kampagne aktiv zu begleiten. Es gehe vor allem darum „viele junge Menschen zu finden, die erfolgreich im Handwerk mitarbeiten wollen“.

www.handwerk.de

Von José Pinto

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