Nachwuchs-Problem

Handwerk sucht noch 30.000 Azubis

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Jakob Lange, Auszubildender im dritten Lehrjahr, montiert am 10.07.2014 in der Orgelbauwerkstatt Klais in Bonn (Nordrhein-Westfalen) eine Feder in die Windlade. Außergewöhnliche Ausbildungsberufe, wie Goldschmied oder Orgelbauer, haben kein Problem Nachwuchs zu finden.

Berlin - Die Handwerksbetriebe in Deutschland haben zwei Monate vor Beginn des neuen Ausbildungsjahrs noch 30.000 offene Lehrstellen im Angebot. Doch nicht nur das bereitet dem Handwerk sorgen.

Im Handwerk sind kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahrs noch 30.000 Lehrstellen frei - das sind 3000 mehr als vor einem Jahr. „Wir konnten schon 2013 letztlich 15.000 Ausbildungsplätze nicht besetzen, und wir befürchten, dass uns das auch in diesem Jahr nicht gelingen wird“, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, der Ulmer „Südwest Presse“ (Samstag).

Nach den offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren Ende Juni noch 193.861 Lehrstellen unbesetzt. Etwas weniger Menschen waren noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, genau 192.437.

Das Handwerk befürchtet außerdem massive Personalprobleme durch die abschlagsfreie Rente mit 63. Acht Prozent der Belegschaften seien älter als 60 Jahre, sagte Handwerks-Präsident Wollseifer. „Wenn nur ein kleiner Teil das Angebot der Rente mit 63 in Anspruch nimmt, beschert das unseren Betrieben massive Personalprobleme.“

dpa

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