10 000 Brötchen pro Nacht

+
In der Backstube: Sven Krebs ist im zweiten Ausbildungsjahr, Martin Pokrzywinski hat seine Ausbildung bereits erfolgreich abgeschlossen und gehört zum Bäckerteam der Firma Bechthold-Stange.

Deutsche Bäcker werden auf der ganzen Welt gesucht, ich habe gerade erst Ausschreibungen in New York, Australien oder auf einem Kreuzfahrtschiff gelesen“, erklärt Martin Stange, Obermeister der Bäckerinnung im Werra-Meißner-Kreis.

Aber auch in unserer Region sind die fleißigen Hände ständig gesucht. „Wer eine Ausbildung als Bäcker macht wird auch in Zukunft immer einen sicheren Job haben“, fügt Stange an.

Bei Bewerbungen der zukünftigen Auszubildenden wird nicht primär auf den Schulabschluss oder die Noten geachtet: „Wir haben keinen normalen Job, bei uns kommt es vor allem auf den Spaß an der Arbeit und eine gute Teamfähigkeit an“, erklärt Martin Stange. Sven Krebs macht gerade seine Ausbildung in der Landbäckerei Bechthold-Stange, er ist im zweiten Lehrjahr und hat gerade seine Zwischenprüfung absolviert. Er kam auf den Beruf des Bäckers durch seine Mutter, die als Bäckereifachverkäuferin arbeitet. „Mich hat besonders interessiert wie man die verschiedenen Brote und Brötchen selbst herstellen kann“, so der 18-Jährige. Im Schnitt werden pro Nacht in der Bäckerei von Martin Stange 10 000 Brötchen und 700 Brote hergestellt. Damit sorgen die Bäcker für eine wichtige Lebensmittelversorgung. „Das Besondere ist auch, dass wir keine Industrieware verkaufen, sondern alles selbst herstellen und wir genau wissen, welche Zutaten in welchem Produkt sind“, erklärt der Innungsobermeister.

Wenn andere gerade mit ihrer Arbeit angefangen haben machen die Bäcker schon Feierabend: Zwischen 9 und 9.30 Uhr am Morgen beenden sie ihre Schicht. „Das ist zuerst sehr schwierig, aber man muss sich nicht ständig umgewöhnen wie es zum Beispiel in der Schichtarbeit der Fall ist“, so Martin Stange.

Download

PDF der Sonderseite Berufe im Handwerk

Wichtig ist, dass interessierte Jugendliche zuerst ein Praktikum in einer Bäckerei machen, um zu sehen ob der Job auch wirklich etwas für sie ist.

Neben der Ausbildung im Betrieb gibt es Unterricht in der Berufsschule und einmal pro Lehrjahr eine überbetriebliche Ausbildung. Dort lernen die zukünftigen Bäcker einige Handkniffe, die nicht in jedem Betrieb gelehrt werden – zum Beispiel Dekorationen für Torten selbst herzustellen.

Die Zukunftschancen sind gut: Wer Lust hat sich nach der Ausbildung noch weiterzubilden kann die Meisterprüfung oder aber auch studieren und zum Beispiel Betriebswirt des Handwerks werden. (sb)

www.back-dir-deine-zukunft.de

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.