Die alte Heizung in den Ruhestand schicken

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Thermostat: Steigende Heizkosten lassen sich mit effizienter Heizungstechnik verringern.

Nur 27 Prozent der deutschen Hausbesitzer haben in den vergangenen drei Jahren Modernisierungen an ihrer Heizungsanlage durchführen lassen. Das zeigt das aktuelle „Modernisierungsbarometer", das Forsa im Auftrag der VdZ/Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e. V. erhoben hat.

Trotz staatlicher Fördermittel stehen in vielen Heizungskellern noch Anlagen, die zum Teil 20 Jahre und mehr auf dem Buckel haben und deutlich mehr Energie verbrauchen als Heizsysteme, die dem aktuellen Stand der Technik gerecht werden.

Heiztechnik muss „passen"

Energieeinsparung plus Fördermittel machen die Investition in eine neue Heizung schneller bezahlt, als viele Hausbesitzer glauben. Eine Modernisierung auf die lange Bank zu schieben, ist unterm Strich oft der teuerste Weg. Welche Heizungstechnik für die Modernisierung infrage kommt, hängt nicht zuletzt von den Vorstellungen und Wünschen der Hausbewohner ab. Welche räumlichen Möglichkeiten sind gegeben? Wie viel Bedienungskomfort sollte die neue Heizungsanlage bieten? Wie wichtig ist eine klimaneutrale Heizung? Diese Fragen sollte man vor der Entscheidung klären. Im Internet unter www.intelligent-heizen.info gibt es viele Informationen.

Für jeden Modernisierer die richtige Technik

Der ökologisch ausgerichtete, energiesparende Modernisierer, der seine CO2-Emissionen möglichst gering halten möchte, wird beispielsweise einem Scheitholz- oder Holzpelletkessel den Vorzug geben. Holz ist als nachwachsender Rohstoff klimaneutral und setzt nur die Menge CO2 frei, die der Baum während des Wachstums aus der Luft gebunden hat. Beim Scheitholzkessel muss immer wieder Holz nachgelegt werden. Dafür kann jeder preiswert selbst Holz machen, der den körperlichen Einsatz nicht scheut.

Umweltbewusste Modernisierer nutzen außerdem die Kraft der Sonne, wenn Lage und Ausrichtung des Hauses dies möglich machen. Eine Solarthermieanlage kann alle Heizungsarten unterstützen und zusätzlich für die Bereitstellung von Warmwasser genutzt werden.

Mit einer modernisierten Heizungsanlage ist gemütliche Wärme im Haus deutlich preiswerter und energieeffizienter zu haben.

Wenn akuter Platzmangel herrscht, gibt es häufig Probleme mit der Brennstofflagerung. Damit bietet sich zum Beispiel ein Gas-Brennwertgerät an, eventuell kombiniert mit einer Solaranlage. Je nach Gebäudezustand lässt sich vielleicht auch eine Wärmepumpe einbauen. Aber auch das Lagerproblem für Brennstoffe ist lösbar, selbst wenn vorher kein Lagerplatz vorhanden war. Für Öl, Gas und Pellets gibt es zum Beispiel Erdtanks. Prinzipiell können fast alle Techniken eingesetzt werden. Am besten klärt man das mit einem Heizungs-Fachhandwerker vor Ort. Der erkennt zum Beispiel im Rahmen eines Heizungs-Checks, was bei einer anstehenden Heizungsmodernisierung sinnvoll und möglich ist. (djd/pt)

Sofortmaßnahmen zur Heizkostensenkung

  • Gedämmte Rohrleitungen verringern Wärmeverluste, man spart bis zu zehn Liter Heizöl je Rohrmeter und Jahr.
  • Durch eine ungleiche Wärmeverteilung im Heizsystem bekommen manche Heizkörper zu viel, andere zu wenig Wärme ab. Mit einem hydraulischen Abgleich stellt der Heizungsfachmann eine gleichmäßige Versorgung aller Heizkörper sicher.
  • Alte, ungeregelte Heizungspumpen brauchen bis zu fünf Mal mehr Energie als neue Hocheffizienzmodelle
  • ein Austausch zusammen mit moderner Regeltechnik lohnt sich.
  • Auf www.intelligent-heizen.info gibt es mehr Tipps.

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