Hier ist alles Wurscht

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Qualitätshandwerk: Auszubildender Nico Winterfeld (links) und Markus Möller bei der Herstellung von Würsten in der Landschlachterei Beck.

Mit dem Slogan „Anders als du denkst“ wirbt die Fleischerinnung für ihren Beruf. „Genau so ist es, nämlich nicht so wie man sich den Alltag eines Fleischers vorstellt, Vorstellung und Realität gehen hier weit auseinander“, so Fleischermeister Volker Beck von der Landschlachterei Beck aus Bischhausen.

„Früher war es mal ein blutiges Handwerk, heute schlachten wir gar nicht mehr selbst, sondern verarbeiten nur noch das Fleisch“, sagt Beck. Auszubildende zu finden, die gerne Fleischer werden möchten, ist nicht einfach. Das Unternehmen der Landschlachterei Beck spricht deshalb gezielt Jugendliche an, von denen sie sich vorstellen können, das der Beruf etwas für sie wäre.

Praktikum ist sinnvoll

Nico Winterfeld ist im zweiten Ausbildungsjahr und hat gerade seine Zwischenprüfung mit Bravour bestanden. „Nico ist der Sohn unserer langjährigen Mitarbeiterin Bärbel Winterfeld und ich habe ihn gefragt, ob er nicht Lust hätte, in den Sommerferien mal ein Praktikum bei uns zu machen“, erzählt der Seniorchef. Becks Akquise-Konzept geht auf. „Ich konnte mir während des Praktikums einen sehr guten eigenen Eindruck verschaffen und habe gesehen, dass der Beruf mir wirklich Spaß macht“, erzählt Nico Winterfeld. Ursprünglich hatte er einmal vor, eine Lehre als Schreiner zu machen.

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Für eine Ausbildung als Fleischer sollte man handwerkliches Geschick mitbringen, die mathematischen Grundrechenarten beherrschen sowie einen ausgeprägten Sinn für Sauberkeit und Hygiene haben. „Ein guter Hauptschulabschluss reicht uns aus, sorgfältiges Arbeiten ist zudem sehr wichtig“, sagt der Fleischermeister.

Gute Aussichten

Junge Fleischer haben gute Chancen, in der Zukunft nicht arbeitslos zu werden: Gut ausgebildete Metzger sind gefragt. Nico Winterfeld soll im Unternehmen der Familie Beck bleiben. „Wir bilden unsere Leute am liebsten selbst aus und bemühen uns immer, einen Auszubildenden zu bekommen und unsere guten Leute zu halten“, erklärt Beck, dessen Sohn Janosch das Unternehmen heute in der vierten Generation führt.

Besonders viel Spaß macht es Azubi Nico Winterfeld, die Schweinehälften zu zerlegen und daraus Wurstwaren und Fleisch zu produzieren. „Es ist ein sehr abwechslungsreicher Job, man muss aber auch sehr genau arbeiten und viel dokumentieren und protokollieren“, erklärt der 18-Jährige aus Kirchhosbach. (sb)

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