Der Architekt der beruflichen Bildung wird 70 Jahre

1977 begann Peter Göbel seine Arbeit bei der Handwerkskammer Kassel, später lenkte er sieben Jahre lang die Geschicke des nord-, ost- und mittelhessischen Handwerks als Hauptgeschäftsführer, bis er sich 2009 in den Ruhestand verabschiedete. Am 24. November feierte nun seinen 70. Geburtstag.

Dazu gratulieren dem Bad Hersfelder der Kammerpräsident Heinrich Gringel und sein Nachfolger im Amt, Hauptgeschäftsführer Eberhard Bierschenk, herzlich. Beide konstatieren, dass sich Göbels Ruhestand eher zu einem Unruhestand entwickelt habe, da er der Kammer bei Neubau und Modernisierung des Bildungszentrums Kassel nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehe. „Wir sind froh, dass wir auf seinen großen Erfahrungsschatz und sein umfangreiches Wissen zurückgreifen können“, sind sich Gringel und Bierschenk einig.

Der gebürtige Schenklengsfelder startete seine Karriere bei der Handwerkskammer Kassel 1977 als Leiter der Abteilung Aus- und Fortbildungszentren. „Damit war er für den Auf- und Ausbau der Berufsbildungszentren in Kassel, Fulda und Marburg zuständig. Man kann ihn also mit Fug und Recht als einen Architekt der beruflichen Bildung in der Region bezeichnen“, so Bierschenk weiter. Dabei habe der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur sein Augenmerk aber nicht nur auf den Auf- und Ausbau der Infrastruktur gerichtet. Sein Hauptanliegen war die Weiterentwicklung dieser Einrichtungen zu Kompetenzzentren. „Er hat Beispielgebendes aufgebaut und sich einen Ruf erworben, der über die Region hinausreicht.“ Deshalb war seine Erfahrung und Unterstützung auch in Thüringen gern gesehen. Dort entstand das Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Erfurt ebenfalls unter seiner Führung. Aber auch im Ausland und in der Entwicklungshilfe, die die Kammer beispielsweise auf den Philippinen leistete, war sein Wissen gefragt.

Als Göbel im September 2002 das Amt des neuen Hauptgeschäftsführers antrat, war die Vernetzung auch über die Berufsbildung hinaus sein Thema. „Sein Anliegen war es, das Netzwerk der Handwerksorganisation in der Region zu verstärken, damit es auch in Zukunft tragfähig bleibt.“ Sein Ziel sei es gewesen, in gemeinsamer Kooperation mit Kreishandwerkerschaften und Innungen die Handwerksinteressen möglichst effektiv zu vertreten und Dienstleistungen für die Betriebe zu erbringen.

Bierschenk würdigte Göbel als Netzwerker und Diplomat, der wisse, dass der kürzeste Weg zum Ziel nicht immer der beste sei. Göbel habe stets sachdienlich und lösungsorientiert gedacht und gehandelt und sich dabei als Team-Player verstanden. Mit seiner unkomplizierten und auf Ausgleich bedachten Art sei Göbel öfter zum Erfolg gekommen, als es wahrscheinlich mit einem Konfrontationskurs der Fall gewesen wäre.

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