Arno Hucke: „Perspektiven aufzeigen“

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Arno Hucke Obermeister der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Schwalm-Eder

Arno Hucke Obermeister der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Schwalm-Eder stand im Interview Rede und Antwort.

Wie hat sich das Handwerk im Bereich Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik in den letzten Jahren entwickelt und wohin geht der Trend?

Arno Hucke: Wir sehen ein deutlich gestiegenes Energiebewußtsein beim Kunden. Die Menschen denken zum einen umweltbewußter und wollen auf der anderen Seite auch bei den Energiekosten sparen. Werden die Energiekosten dauerhaft gesenkt, hilft das nicht nur der Umwelt, sondern spart auch bares Geld. Maßnahmen wie die Sanierung von Heizungsanlagen und der Einsatz regenerativer Energien gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung stellt auch neue Anforderungen an die Monteure – auch hinsichtlich der Beratung. Der Kunde will wissen, welche Maßnahmen für ihn das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis besitzen. Der Trend zum Energiesparen wird noch weiter zunehmen. Gerade wenn die Heizkosten weiterhin steigen, werden Einsparungen noch interessanter - selbst ohne staatliche Förderung. Die Rechnung ist dabei ganz einfach: Spare ich Energie, dann spare ich letztlich auch bares Geld.

Sanitär Heizung Klima - Azubis der Radko Stöckl Schule in Melsungen

Azubis der Radko Stöckl Schule in Melsungen - Sanitär-Heizung-Klima

Sehen Sie in Ihrer Branche einen Fachkräftemangel?

Arno Hucke: Eindeutig ja. Es wurde sicherlich in den letzten Jahren einiges versäumt. Das betrifft das gesamte Handwerk. Sei es, weil nicht genügend getan wurde, um die Fachkräfte zu halten oder weil nicht genug ausgebildet wurde. Viele Fachkräfte sind in den letzten Jahren in die Industrie abgewandert. Meist aufgrund des dort höheren Lohnniveaus, mit dem wir im Handwerk nicht mithalten können.

Wie kann man dem entgegensteuern?

Arno Hucke: Im Augenblick wird viel dafür getan, das Interesse für das Fachhandwerk zu fördern. Gerade im Bereich der Aufklärungsarbeit wird viel investiert, um jungen Menschen zu sagen: Geh wieder ins Handwerk. Entscheidend ist, dass wir etwas für die Jugend tun. Wir müssen den jungen Berufstätigen Perspektiven aufzeigen. Wir müssen ihnen vermitteln, was dieser Beruf mit sich bringt und das dieser Beruf Zukunft hat. Die dreieinhalbjährige Ausbildung zum/zur Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist sehr umfangreich und setzt gewisse Grundqualifikationen voraus. Wenn sich der Lehrling und der Ausbildungsbetrieb gleichermaßen engagieren, kann man viel bewegen. (ynd)

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