Die Attraktivität der Meister

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Vergoldet: Wer sein Handwerk gelernt hat, kann sich weiterbilden. Ein Maler kann zum Beispiel Restaurator werden. Hier vergoldet Restauratorin Jessica Ulrich 2006 eine Figur des Dresdner Rathauses.

Der Meisterbrief rentiert sich schneller als das Hochschul-Diplom – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln und macht besonders jenen eine Freude, die händeringend nach Fachkräften in der Handwerkbranche suchen.

„Viele wissen gar nicht, wie attraktiv diese Handwerksberufe sind“, sagt Barbara Scholz, Pressesprecherin bei der Handwerkskammer Kassel. Wer erst einmal das Handwerk eines Zimmerers, eines Maurers oder eines Heizungsbauers erlernt hat, müsse nicht ein Leben lang körperlich anstrengende Arbeit verrichten.

 Es sind Weiterbildungen möglich, die sich schneller bezahlt machen, als ein Hochschulstudium. Laut IW hat sich eine Meisterlehre schon im Alter von 40 Jahren amortisiert, eine Akademikerlaufbahn hingegen erst mit 43 Jahren.

Handwerker wird Lehrer

Die Aufgaben sind vielfältig: Ein Meister darf einen Betrieb führen und ausbilden oder als Fachlehrer an beruflichen Schulen unterrichten. Ein Staatlich geprüfter Techniker kann in der Forschung und Entwicklung tätig werden sowie in der Produktionsvorbereitung.

Allerdings verdienen Hochschulabsolventen mit im Schnitt jährlich 56 700 Euro mehr als Meister oder Techniker mit 42 000 Euro. Die niedrige Arbeitslosenquote wiederum spricht fürs Handwerk. Bei den Akademikern sind drei Prozent der Männer und vier Prozent der Frauen auf Jobsuche. Bei Meistern und Technikern sind es laut IW 2,9 und 3,7 Prozent. I

n Hessen herrscht nach Angaben der Handwerkskammer vor allem ein Fachkräftemangel an Zimmerern, Maurern, Installateuren und Heizungsbauern, an Bäckern, Fleischern, Konditoren sowie an Malern und Lackierern. In Niedersachsen fehlen Fleischer, Bäcker, Maurer und geeignete Bewerber für das Zimmerhandwerk. (Dorothee Köppe)

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