Backen wie zu Omas Zeiten

+
Backen mit Tradition: Der Sachsenberger Bäckermeister Dirk Weber präsentierte zusammen mit seinen Eltern Gerhard und Ingrid Weber ein besonders verziertes, extra zum Backstubenfest hergestelltes Bauernbrot.

Bei einem fröhlichen „Backstubenfest“ feierte mit 350 Gästen einer der ältesten Bäcker-Handwerksbetriebe des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Sachsenberg seine Betriebserweiterung.

Dirk Weber, der die 1845 gegründete Bäckerei in der fünften Generation führt, hat durch einen Anbau seine Backstube vergrößert und eine weitere Kühl-Wärme-Zelle eingebaut, um künftig mehr Platz für großzügigeres Arbeiten zu gewinnen.

„Da wir in einer auf langer Teigführung und Teigruhe basierenden, traditionellen Backweise mit natürlichen Fermenten arbeiten, ist die Zeit, in der wir morgens Brötchen backen können, begrenzt“, erläuterte der Bäckermeister seinen Besuchern. Weil nun die Produktion auf insgesamt drei Zellen aufgeteilt und die Reife genau auf den Punkt abgestimmt werden könne, gewinne er größere Spielräume.

Dirk Weber, der in seinem Bäckereibetrieb noch immer von seinem 79-jährigen Vater, Konditormeister Gerhard Weber, seiner Mutter Ingrid Weber und zehn Mitarbeitern unterstützt wird, betonte, dass er auch künftig das „ehrliche Handwerk“ so weiterführen wolle, dass „sämtliches Backwerk von uns selbst hergestellt wird unter weitestgehendem Verzicht auf Zusatzstoffe.“ Er wolle traditionelle Backkultur mit Schwerpunkt auf regionalen Rohstoffen, z. B. Molkereiprodukten aus Sachsenberg, pflegen.

Viele gute Wünsche gab es für die Zukunft der Bäckerei Weber bei dem Fest nicht nur von Freunden und Kunden, sondern auch vom Lichtenfelser Bürgermeister Uwe Steuber, Sachsenbergs Ortsvorsteher Kurt Lechky, Bäcker-Obermeister Georg Stremme, dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Gerhard Brühl, und vielen Handwerkskollegen.

Zur besonderen Atmosphäre in der Backstube mit einer Bilderschau aus dem täglichen Arbeitsprozess, Musik des Gesangsduos „Think Twice“ aus Olsberg, Gesprächen und Erfahrungsaustausch gehörte auch, dass alle Gäste gemeinsam den Erntedank-Choral „Wir pflügen und wir streuen“ anstimmten. Dirk Weber präsentierte ein besonders schweres, verziertes Roggen-Bauernbrot, dessen Gewicht geschätzt werden musste.

Der Erlös aus Speisen und Getränken sowie viele Einzelspenden während des Festes in der Bäckerei Weber kamen dem Verein „Wir für Sachsenberg“, dem NABU und dem Kinderhospiz „Balthasar“ in Olpe zugute. (zve)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.