Bereit sein für den Notfall

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Grund- und Auffrischungskurse: Mitarbeiter viele heimischer Handwerksbetriebe nehmen jetzt an den Schulungen teil.

Über 120 Handwerks-Betriebe aus ganz Waldeck-Frankenberg beteiligen sich in den kommenden Wochen an den von der Kreishandwerkerschaft angebotenen Grund- und Auffrischungskursen zur Ersthelfer-Ausbildung.

Gerhard Brühl, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, unterstrich beim Auftakt der Schulungsangebote die Bedeutung der Kurse: „In Deutschlands Gewerbebetrieben ereignen sich durchschnittlich zwei Unfälle pro Minute. Daher ist es für unsere Innungs-Betriebe und deren Mitarbeiter natürlich absolut unerlässlich, gut geschulte und auf den Notfall vorbereitete Kollegen in ihren Reihen zu wissen.“

Auffrischungskurse

Aus diesem Grund, berichtete Brühl weiter, habe sich die Kreishandwerkerschaft als verantwortliche Dachorganisation aller Innungs-Handwerksbetriebe in Waldeck-Frankenberg, schon vor längerer Zeit dazu entschlossen, entsprechende Kurse anzubieten: „Wir haben zum Beispiel bereits vor zwei Jahren eine Ersthelfer-Grundausbildung durchgeführt. Die damaligen Teilnehmer müssen nun an den Kursen zur Auffrischung der seinerzeit erworbenen Kenntnisse teilnehmen.“

Die Nutzung derartiger Angebote sei allerdings nicht nur aus praktischen Erwägungen unerlässlich für die Waldeck-Frankenberger Handwerks-Betriebe, wusste Silke Nagel, zuständige Abteilungsleiterin bei der Kreishandwerkerschaft, zu berichten: „Der Gesetzgeber verpflichtet unsere Mitglieds-Betriebe dazu, Ersthelfer auszubilden und zu beschäftigen. Rechtsgrundlagen für die Anzahl der Ersthelfer sind dabei Paragraf (§) 10 des Arbeitsschutzgesetzes und § 25 der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.“

In Betrieben mit bis zu 20 Beschäftigten müsse daher grundsätzlich mindestens ein ausgebildeter Ersthelfer beschäftigt sein, erklärt Nagel.

Umso erfreulicher sei daher die hohe Beteiligung der heimischen Betriebe, konstatierte Geschäftsführer Gerhard Brühl: „Wenn sich über 120 Betriebe aus ganz Waldeck-Frankenberg hier beteiligen, dann folgen diese nicht nur gesetzlichen Bestimmungen, sondern vor allem auch ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den eigenen Mitarbeitern.“

Auch außerhalb

Hinzu komme, dass die hier ausgebildeten Ersthelfer selbstverständlich nicht nur bei Unfällen in Betrieben sondern auch außerhalb dessen nützlich zum Einsatz kommen können. Das Handwerk weiß um seine soziale Verantwortung und wird dieser gerecht, betonte Geschäftsführer Brühl abschließend. „Deshalb sowie aufgrund der großen Nachfrage werden wir bald weitere Grund- und Auffrischungskurse für Ersthelfer anbieten.“ (nh/aha)

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