Bernd P. Doose: „In zwei Richtungen entwickelt“

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Bernd P. Doose, Obermeister der Innung Maler und Lackierer Kassel

Bernd P. Doose, Obermeister der Innung Maler und Lackierer Kassel sowie Kreishandwerksmeister stand im Interview Rede und Antwort.

Herr Doose, welche Entwicklungen hat es in dem traditionellen Maler- und Lackierer-Handwerk in den letzten Jahren gegeben?

Bernd P. Doose: Unter dem Motto „für Schönheit und Schutz“ hat sich das Malerhandwerk in zwei Richtungen entwickelt. Zum einen gibt es den wichtigen Bereich der kreativen Maltechniken zur Innenraumgestaltung. Das ist ein sehr vielfältiger Bereich zu dem tapezieren, Farbbildgestaltung und vieles mehr gehören. Dafür braucht man ein gutes Gespür für die passende Gestaltung privater wie gewerblicher Räume. Zum anderen hat sich im Außenbereich die Wärmedämmung und Energieeinsparung immer weiterentwickelt, an dem die Malerbetriebe einen großen Anteil haben. Sie packen die Häuser mit Dämm-Material ein und sorgen so für den passenden Vollwärmeschutz - und das bereits seit gut zwanzig Jahren.

Maler und Lackierer - Azubis der Walter-Hecker-Schule in Kassel

Azubis der Walter-Hecker-Schule in Kassel - Maler und Lackierer

Wie sind denn die Maler- und Lackiererbetrieben durch die wirtschaftlich schwierige Zeit der Wirtschaftskrise gekommen?

Bernd P. Doose: Trotz der Krise konnte der größte Teil der Betriebe sein Stammpersonal behalten und gut weiter beschäftigen. Gerade durch die aktuellen Entwicklungen auf dem Energiesektor sind die Betriebe, die sich auf diesem Bereich spezialisiert haben, gut ausgelastet und haben gerade jetzt gut gefüllte Auftragsbücher. Mittlerweile werden auch wieder gute Leute eingestellt.

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Gibt es diesen auch in Ihrer Branche? Und welche Perspektiven bieten sich für an einer Ausbildung interessierte junge Menschen?

Bernd P. Doose: In unserer Branche gibt es den Fachkräftemangel nicht, denn wir haben schon immer sehr gut und sehr viel ausgebildet. Für engagierte junge Leute mit einem guten Hauptschulabschluss, Einsatzfreude und einer kreativen Ader gibt es nach wie vor gute Chancen. Gerade wer ein gestalterische Gespür hat und mit besonderen Materialien wie Seiden- oder Bildtapeten umgehen kann, ist gefragt. (psh)

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