Bernd P. Doose: „In zwei Richtungen entwickelt“

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Bernd P. Doose, Obermeister der Innung Maler und Lackierer Kassel

Bernd P. Doose, Obermeister der Innung Maler und Lackierer Kassel sowie Kreishandwerksmeister stand im Interview Rede und Antwort.

Herr Doose, welche Entwicklungen hat es in dem traditionellen Maler- und Lackierer-Handwerk in den letzten Jahren gegeben?

Bernd P. Doose: Unter dem Motto „für Schönheit und Schutz“ hat sich das Malerhandwerk in zwei Richtungen entwickelt. Zum einen gibt es den wichtigen Bereich der kreativen Maltechniken zur Innenraumgestaltung. Das ist ein sehr vielfältiger Bereich zu dem tapezieren, Farbbildgestaltung und vieles mehr gehören. Dafür braucht man ein gutes Gespür für die passende Gestaltung privater wie gewerblicher Räume. Zum anderen hat sich im Außenbereich die Wärmedämmung und Energieeinsparung immer weiterentwickelt, an dem die Malerbetriebe einen großen Anteil haben. Sie packen die Häuser mit Dämm-Material ein und sorgen so für den passenden Vollwärmeschutz - und das bereits seit gut zwanzig Jahren.

Azubis der Walter-Hecker-Schule in Kassel - Maler und Lackierer

Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es eine abwechslungsreiche und körperliche Arbeit ist, die mir Spaß macht." Jasmin Jung, 18 Jahre, Kassel, Maler Hahn in Kassel © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es eine handwerkliche Tätigkeit ist." Dennis Ruhland, 17 Jahre, Kaufungen, Malermeister Brechtezende in Helsa © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es ein vielseitiger Job ist, der jeden Tag etwas Anderes bringt." Patrick Wicke, 19 Jahre, Kassel, Malermeister Brechtezende in Helsa © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es mir einfach Spaß macht."Marcus Ossmann, 18 Jahre, Fuldatal, Malerbetrieb Manfred Wurst in Fuldatal © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es nach der Ausbildung vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten gibt." Mathias Koenen, 22 Jahre, Kassel, Firma Claudia Koenen in Kassel © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil mich der Beruf schon immer interessiert hat und sehr vielseitig ist." Marvin Kathowska, 19 Jahre, Kassel, Schalles in Kassel © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es ein abwechslungsreicher Beruf ist, bei dem man sieht, was man geschafft hat." Max Sohlbach, 20 Jahre, Kassel, Malerbetrieb Beyer in Zierenberg © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil mit der Beruf schon im Praktikum gut gefallen hat." Lars Gellner, 19 Jahre, Ahnatal, Malermeister Eckhardt in Ahnatal © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil der Beruf abwechslungsreich ist und die unterschiedlichsten Arbeiten erfordert." Dean Werner, 21 Jahre, Söhrewald, Maler Baumbach in Niestetal © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil es mir Spaß macht und Abwechslung bringt." Eduard Tamaliew, 18 Jahre, Wolfhagen, René Groß Maler & Lackierer in Wolfhagen © Sandra Hübner
Maler und Lackierer an der Walter-Hecker-Schule in Kassel, 1. Ausbildungsjahr: "Ich lerne Maler und Lackierer, weil ich das schon immer werden wollt." Waldemar Trailing, 21 Jahre, Baunatal, Malerbetrieb Thomas Albert in Baunatal © Sandra Hübner

Wie sind denn die Maler- und Lackiererbetrieben durch die wirtschaftlich schwierige Zeit der Wirtschaftskrise gekommen?

Bernd P. Doose: Trotz der Krise konnte der größte Teil der Betriebe sein Stammpersonal behalten und gut weiter beschäftigen. Gerade durch die aktuellen Entwicklungen auf dem Energiesektor sind die Betriebe, die sich auf diesem Bereich spezialisiert haben, gut ausgelastet und haben gerade jetzt gut gefüllte Auftragsbücher. Mittlerweile werden auch wieder gute Leute eingestellt.

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Gibt es diesen auch in Ihrer Branche? Und welche Perspektiven bieten sich für an einer Ausbildung interessierte junge Menschen?

Bernd P. Doose: In unserer Branche gibt es den Fachkräftemangel nicht, denn wir haben schon immer sehr gut und sehr viel ausgebildet. Für engagierte junge Leute mit einem guten Hauptschulabschluss, Einsatzfreude und einer kreativen Ader gibt es nach wie vor gute Chancen. Gerade wer ein gestalterische Gespür hat und mit besonderen Materialien wie Seiden- oder Bildtapeten umgehen kann, ist gefragt. (psh)

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