Berufsbild des Elektronikers ist vielschichtig und erfordert Eigeninitiative

Immer unter Strom

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Pascal Geissler schließt im kommenden Jahr seine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ab: Eine neu gekaufte Waschmaschine ausliefern, aufstellen und anschließen gehört genauso zu seiner Arbeit wie elektrische Anlagen zu planen.

Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Eine Zeit, in der man viel Fachwissen für einen Beruf mit guten Zukunftschancen erlernt.

„Die Aufgaben werden immer vielfältiger, die Geräte werden immer moderner und man muss immer mit der Zeit gehen“, erklärt Jörn Lenze. Er ist Geschäftsführer des Elektrofachhandels Lenze in Eltmannshausen.

Pascal Geissler befindet sich auf der Zielgeraden, er macht gerade seine Ausbildung im Betrieb Lenze und will im kommenden Frühjahr seine Lehrzeit abschließen. „Besonders viel Spaß macht mir an diesem Beruf, dass man immer neue Aufgaben hat, die sehr abwechslungsreich sind und auch viel Eigeninitiative erfordern. Aber auch der Kontakt mit den Kunden macht Spaß und das gute Miteinander unter den Kollegen“, erklärt der 20-Jährige.

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Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik planen elektrotechnische Anlagen von Gebäuden sowie deren Energieversorgung und Infrastruktur. Sie installieren die Anlagen, nehmen sie in Betrieb und warten oder reparieren sie bei Bedarf.

Beleuchtung und LEDs installieren, Waren ausliefern, aufstellen und anschließen, Wartungsarbeiten, aber auch komplette Sanierungen von Altbauten gehören zum alltäglichen Berufsbild.

Schwerpunkt Kundendienst

Dabei gehört der Kundendienst vor Ort zu den wichtigsten Aufgaben. „Wir reparieren die weiße Ware zu 90 Prozent direkt vor Ort beim Kunden. Wenn nichts mehr zu machen ist, müssen wir auch den Kunden zu einem neuen Gerät beraten können. Dabei sind Umgangsformen sehr wichtig“, erklärt Seniorchef Günter Lenze, der den Betrieb mit seinem Sohn führt.

Darüber hinaus sollte ein angehender Elektroniker handwerkliches Geschick und das nötige Interesse für den Beruf mitbringen. „In Mathe und Deutsch sollte es mindestens eine Drei sein, ob es ein guter Haupt- oder Realschulabschluss ist, ist dabei erstmal egal“, sagt Jörn Lenze. „Das richtige Fingerspitzengefühl benötigt man einfach, das kann man nur schwer erlernen“, fügt Günter Lenze an.

Computer und Handarbeit

Inzwischen ist auch die Arbeit am Computer fester Bestandteil der täglichen Arbeit, aber natürlich muss man sich auch heute noch die Hände schmutzig machen. Viel Aktion verspricht der Alltag: Zwischen zehn und 15 verschiedene Kunden am Tag aufzusuchen sei normal. Dass man dabei nicht immer geregelte Arbeitszeiten hat, auch. „Für uns ist das gute Miteinander im Team sehr wichtig, wir sorgen dafür an anderer Stelle für Ausgleich“, sagt Günter Lenze.

Die Zukunftschancen seien als Elektroniker gut: „Gutes, ausgebildetes Fachpersonal wird immer gesucht, die Aufgaben der Zukunft werden nicht einfacher, und wir müssen unseren Kunden neben guten Leistungen auch Sicherheit vermitteln können“, sagt der Geschäftsführer. (sb)

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