Mit Paten in den Beruf

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Gutes Team: Anke Schäfer, Jutta Viehmann und Kfz-Profi Georg Wolf (von links) unterstützen Azubi Reinaldo Franke auf seinem Weg in seinen Traumberuf Kfz-Mechatroniker.

Jungen Menschen beim Start in den Beruf zur Seite stehen, sie unterstützen und ihnen Hilfestellung geben - das ist Ziel des Projekts Berufspaten.

Zu Beginn des Jahres angelaufen, trägt es bereits Früchte. Einer der zwölf Teilnehmer, der rundum zufrieden ist, hat vor einem Jahr noch die Max-Eyth-Schule besucht, wo er ein Berufsgrundbildungsjahr in Metalltechnik absolviert hat.

Traumberuf Kfz-Mechatroniker

Heute macht der 18-jährige Reinaldo Franke aus Kassel eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in Lohfelden. „Mein Traumjob“, sagt er. „Es gab noch nicht einen Tag, an dem ich nicht gern zur Arbeit gegangen wäre.“

Nur noch wenige Wochen, dann hat der junge Mann die Probezeit geschafft. Die Zeichen stehen gut, denn Seniorchef Georg Wolf ist mit seinem Azubi zufrieden. Reinaldo Frankes großes Ziel: einmal selber Meister sein.

Begleitet wird Reinaldo Franke von Jutta Viehmann. Die 51-Jährige aus Espenau, die beim Nordhessischen Verkehrsverbund beschäftigt ist, hat zwei Kinder: „Ich weiß, wie schwierig für viele Jugendliche der Einstieg in den Beruf ist und wie dringend sie Hilfe benötigen“.

Von den Erfahrungen der Paten profitieren

Andererseits suchten Betriebe Azubis. Da möchte sie gern vermitteln. Bewerbungen schreiben, Tipps geben, auf Bewerbungsgespräche vorbereiten - die Liste der Möglichkeiten, den jungen Menschen unter die Arme zu greifen, ist lang.

Bei ihrem Schützling lief alles glatt. Er bewarb sich bei einer Kfz-Firma, wo er schon ein Praktikum gemacht und einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Nur drei Bewerbungen musste Reinaldo schreiben, da hatte er schon Erfolg.

„Jugendliche profitieren von den Erfahrungen der Paten“, sagt Projektkoordinatorin Anke Schäfer von der Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis (Agil): „Die Paten können Vorbild sein und motivieren, an der Ausbildungssuche dranzubleiben, gerade wenn es mal schwierig wird.

Ansprechpartner bei Problemen

Es entstehen Kontakte und Beziehungen.“ Auch die Ausbilder seien angetan. Kommt es zu Problemen am Arbeitsplatz, stehen auch die Paten als Ansprechpartner zur Verfügung und fühlen sich verantwortlich. Von den ersten zwölf Teilnehmern hätten alle im Anschluss an die Schule etwas in Richtung Beruf gemacht, sechs davon haben einen Ausbildungsplatz.

Für Jutta Viehmann steht fest: Jetzt, da Reinaldo im rauen Meer der Berufswelt schwimmen gelernt hat, steht sie für eine neue Patenschaft zur Verfügung. „Es macht Spaß, jungen Menschen beim Start in den Beruf zu helfen.“ (Von Christina Hein)

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