Neuer Weg im Handwerk

Ausbildungsplatz mit Gütesiegel

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Topas: Erich Horbrügger (Kreishandwerkerschaft Kassel), Uwe Loth (Erhard Loth & Sohn - Vellmar), Anja Bernhard (August Truss GmbH & Co. KG - Kassel), Heiko Bonnet (Tischlermeister - Liebenau), Horst Zahn (August Truss GmbH & Co. KG - Kassel), Michaela Brede-Pötter (Metallbau Brede - Zierenberg), Marius Jung (Kreishandwerkerschaft Kassel) und Georg Kühne (Ehrenobermeister der Maler- und Lackierer-Innung Kassel).

„In der Qualität der Ausbildung liegt die Zukunft des Handwerks“, davon sind die Mitglieder des TOPAS Arbeitskreises Kassel überzeugt.

Im Bereich der Kreishandwerkerschaft Kassel haben sich bisher sieben Innungsbetriebe zusammengefunden, um die Ausbildungsaktivitäten im Handwerk zu stärken, transparenter zu machen und dafür noch mehr Engagement zu zeigen.

Diese sieben Betriebe bilden den Steuerungskreis für dieses Projekt. Unterstützt wird dieses Engagement der Betriebe von der Kreishandwerkerschaft und vom Ehrenobermeister der Maler- und Lackierer Innung Hofgeismar-Wolfhagen, Georg Kühne.

Gründungsmitglieder – Steuerungskreis TOPAS Kassel:

  • August Truss GmbH & Co. KG, Franzgraben 6-8 34125 Kassel
  • Daimler AG -Niederlassung Kassel-, Sandershäuser Straße 101, 34123 Kassel
  • Erhard Loth & Sohn GmbH - Sanitär- und Heizungstechnik -, Heckenweg 2 A, 34246 Vellmar
  • Michael Brede – Metallbau – Raiffeisenstraße 3, 34289 Zierenberg
  • Regina Arend – Friseurmeisterin – Obere Bahnhofstraße 3, 34376 Immenhausen
  • Lothar Opfer Schreinerei und Fensterbau, Inh. Thomas Opfer, Bessemer Straße 1, 34369 Hofgeismar
  • Heiko Bonnet – Tischlermeister –-, Erser Straße 17, 34396 Liebenau

Der Steuerungskreis rät den Schulabgängern, die sich auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz machen, sich für einen Handwerksberuf zu bewerben. Hier bieten vermehrt Betriebe etwas mehr, als die ohnehin schon gute, vorgeschriebene Ausbildung: Sie haben sich im vom Land und der EU geförderten „TOPAS“-Programm zusammengeschlossen. „Die Besetzung von Ausbildungsplätzen ist nicht nur eine Frage der Zahl sondern auch der Qualität.“

Im Bereich dieses Arbeitskreises der Kreishandwerkerschaft Kassel sind die Aktiven davon überzeugt, dass eine Top-Ausbildungsstätte ein Gütesiegel darstellt, mit dem sich in Zeiten rückläufiger Bewerbungen punkten lässt. Daher gingen diese sieben Ausbildungsbetriebe aus verschiedenen Innungen in die Offensive und gründeten gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft die Arbeitsgemeinschaft „TOPAS“. Die Meisterbetriebe verpflichten sich freiwillig, besondere Qualitätsstandards für die Ausbildung junger Menschen zu erbringen. „In diesen Betrieben werden Ausbildungsverträge vor dem Start ins Berufsleben geschlossen, das bietet Sicherheit. Es gibt Fortbildungen im Fachlichen wie im Sozialen, Lehrlingstreffen über Branchengrenzen hinweg und sogar die Möglichkeit, Erfahrungen im Ausland zu sammeln“. Das Augenmerk liege darauf, eine besondere Qualifikation während der Ausbildung zu garantieren.

Die TOPAS-Ausbildungsbetriebe legen besonderen Wert darauf, während der Lehrzeit nicht nur das fachliche Wissen sondern auch die persönlichen und sozialen Kompetenzen ihrer jungen Mitarbeiter zu steigern. Klar, dass dazu dann auch einmal ein Knigge-Nachmittag oder ein gemeinsamer Messebesuch gehören kann. Dabei beginnt das Werben um zukünftige Kollegen schon weit vor dem Start ins Berufsleben. TOPAS-Betriebe ermöglichen Praktika, um den Ablauf im Handwerk schon vor dem Bewerben kennenzulernen.

Neben den Auszubildenden profitieren auch die Ausbilder beziehungsweise die TOPAS-Betriebe von der Gemeinschaft: Es gibt Fachtagungen, Fortbildungen zum Beispiel in Sachen Konfliktmanagement, Motivationstraining oder Personalführung, ein Ausbilderhandbuch, gemeinsame Auftritte in den Schulen und ein Zertifikat mit einem Schild für das Firmengebäude. Die Teilnahme am Projekt ist für die Betriebe freiwillig.

Natürlich können sich der TOPAS-Gemeinschaft jederzeit noch weitere Innungsbetriebe aus der Kreishandwerkerschaft Kassel anschließen.

Vorausgegangen war eine intensive Informationssammlung und Gedankenaustausch. Das Programm für das Jahr 2013 ist zurzeit in Vorbereitung. Gern können sich weitere interessierte Betriebe einbringen.

Interessenten finden Informationen im Internet www.volldiezukunft.de oder wenden sich an ein Mitglied des Steuerungskreises oder an die Kreishandwerkerschaft Kassel – Marius Jung, Tel. 05671 5095-0, E-Mail info@kh-kassel.de (nh)

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